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NRW

Mehr als 14.000 Straftaten durch kriminelle Clans in drei Jahren

Innenminister Herbert Reul (CDU) hat in Düsseldorf erstmalig ein Lagebild zur Clan-Kriminalität in Nordrhein-Westfalen vorgestellt – die Zahlen sind alarmierend.

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<p>Symbolbild: Polizeieinsatz / Dirk Vorderstraße [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0">CC BY 2.0</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:SEK-Einsatz_vom_Schlauchboot_(10584915235).jpg">via Wikimedia Commons</a> (Bild zugeschnitten)</p>

Symbolbild: Polizeieinsatz / Dirk Vorderstraße [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Düsseldorf. – In den vergangenen drei Jahren sollen laut dem Lagebild insgesamt circa 14.000 Straftaten von 104 verschiedenen Clans verübt worden sein.

Auch Tötungsdelikte unter den Straftaten

Wie unter anderem der „Focus“ berichtet, lassen sich ganze 20 Prozent der Verbrechen auf zwei Familien-Clans zurückführen. Insgesamt soll es derzeit 6450 Personen geben, welche dem Clan-Umfeld zuzuordnen sind. 

Unter den begangenen Verbrechen befinden sich neben diversen Rauschgiftdelikten auch zwei Tötungen. 

Der Innenminister des Bundeslandes, Herbert Reul, erklärte, das Ziel sei´es, die Strukturen des Clans „zu durchbrechen“. Wörtlich sagte er: „Das sind Mafia-Strukturen und Parallelwelten, in denen die Missachtung von Recht und Gesetz von einer Generation auf die Nächste weitergegeben wird.“

Der Chefermittler zeigte sich außerdem besorgt über die Tatsache, dass die Regeln der Clans für diese mehr wiegen als die des Rechtsstaats.

Jüngster Straftäter ist zehn Jahre alt

Wie die „Welt“ berichtet, ist der jüngste aller ermittelten Straftäter gerade einmal zehn Jahre alt. 

Reul warnte bei der Pressekonferenz vor falscher politischer Korrektheit und erklärte, dass jahrelang Hinweise auf die Clan-Aktivitäten ignoriert worden seien. Wörtlich sagte er: „Ob aus falsch verstandener politischer Korrektheit oder weil man der Auffassung war, dass nicht sein kann, was nicht sein darf – damit ist nun endlich Schluss.“

Die Geschäftsstrukturen der Beschuldigten umfassen beispielsweise den Drogenhandel, Kontakte in die Kampfsport-Szene sowie das Betreiben von Shishabars. In diesem Zusammenhang warnte der Innenminister vor einer „Shisha-Bar-Romantik“.

Regelmäßig eskalieren die Fehden von verschiedenen Clans. Unlängst kam es in Köln zu einer Eskalation mit einer Massenschlägerei und sechs Festnahmen, bei welchen diverse Waffen sichergestellt wurden.

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