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Schnellere Asylverfahren

Bayern startet Ankerzentren für Asylwerber

Seit Mittwoch werden neu ankommende Asylwerber in Bayern in sogenannten Ankerzentren untergebracht. Dort sollen sie dann bis zum Abschluss ihres Asylverfahrens bleiben.

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<p>Symbolbild: Horst Seehofer (li.) und Markus Söder (re.): By Freud [<a href="http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html">GFDL</a> or <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0">CC BY-SA 3.0 </a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Seehofer,_S%C3%B6der.jpg">from Wikimedia Commons</a></p>

Symbolbild: Horst Seehofer (li.) und Markus Söder (re.): By Freud [GFDL or CC BY-SA 3.0 ], from Wikimedia Commons

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will dadurch schnelle und sichere Asylverfahren ermöglichen. Und auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder erklärte laut Bericht der Jungen Freiheit,  dass es für Asylwerber besser sei, wenn sie schneller wüssten, ob sie eine Bleibeperspektive hätten oder nicht.

Mehrere Behörden an einem Ort

„Anker“ steht dabei für An(kunft), k(ommunale Verteilung), E(ntscheidung), R(ückführung). Die bisherigen Erstaufnahmeeinrichtungen in Manching, Deggendorf, Regensburg, Bamberg, Zirndorf, Schweinfurt und Donauwörth werden zu solchen Ankerzentren umgewandelt.

An den Standorten befinden sich dann auch alle relevanten Behörden: Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf), die Bundesagentur für Arbeit, Justiz- und Ausländerbehörden, Jugendämter sowie die Unterbringungsverwaltung. Damit will man die Asylverfahren beschleunigen.

Wird der Antrag eines Asylwerbers bewilligt, soll er anschließend auf die Kommunen verteilt werden. Bei Ablehnung soll hingegen eine Abschiebung direkt aus dem Ankerzentrum in das Heimatland des Asylwerbers erfolgen. „Auch das gehört zu einem funktionierenden Asylsystem dazu“, betonte demnach Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU).

Kritik vom Flüchtlingsrat

Kritik an den Ankerzentren übte der Bayerische Flüchtlingsrat. „Es ist eine Schande, dass die CSU-geführte Staatsregierung in dieser menschenfeindlichen Weise Wahlkampf auf dem Rücken von Flüchtlingen macht“, zitiert Der Spiegel Alexander Thal vom Flüchtlingsrat.

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