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Großbritannien

Pegida-Gründer Bachmann musste in Abschiebehaft

Großbritannien hat am Wochenende Lutz Bachmann die Einreise verwehrt. Der deutsche Pegida-Gründer wollte am berühmten Speakers Corner in London eine Rede des Identitären-Chefs Martin Sellner verlesen.

2 Minuten Lesezeit
<p>By [1] (Lutz Bachmann auf flickr) [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0">CC BY-SA 2.0</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ALutz_Bachmann_(2015)-01.jpg">via Wikimedia Commons</a></p>

By [1] (Lutz Bachmann auf flickr) [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

Eigentlich wollte Pegida-Gründer Lutz Bachmann am Sonntagnachmittag am Speakers Corner in London, dem zentralen Symbol für Meinungsfreiheit, eine Rede des bereits vor einer Woche ausgewiesenen Identitären-Chefs Martin Sellner (Die Tagesstimme berichtete) verlesen.

Festnahme am Flughafen

Doch bereits bei der Ankunft am Samstag wurde Bachmann am Flughafen London-Stansted festgenommen und am nächsten Tag aus Großbritannien ausgewiesen.

„Er wurde aus Gründen abgewiesen, die vorliegen, wenn die Anwesenheit einer Person dem Gemeinwohl nicht zuträglich ist“, erklärte eine Sprecherin des britischen Home Office gegenüber der BILD.

Auf seiner Facebook-Seite wies Bachmann darauf hin, dass er erst kürzlich in Großbritannien bei Tommy Robinson, Gründer der English Defense League (EDL), gewesen sei. Es sei den Behörden „ausschließlich um die Rede von Martin Sellner und den heutigen Auftritt an ‚Speakers Corner'“ gegangen, betonte der Pegida-Gründer am Sonntag.

Keine Einreise für Sellner, Pettibone und Southern

Sellner selbst wollte eine Woche zuvor am Speakers Corner über Meinungsfreiheit sprechen. Am berühmten Platz beim Londoner Hyde Park darf seit 1872 jeder Bürger eine Rede zu einem beliebigen Thema halten, solange es nicht das britische Königshaus betrifft. Doch Sellner und dessen Freundin Brittany Pettibone wurden wie Bachmann direkt bei Ankunft am Flughafen in London festgenommen und später des Landes verwiesen.

Am vergangenen Montag verwehrte Großbritannien zudem der kanadischen Reporterin und Aktivistin Lauren Southern die Einreise (Die Tagesstimme berichtete). Der Fall beschäftigte anschließend sogar das amerikanische Fernsehen:

Robinson verlas Sellner-Rede

Die Behörden konnten Sellners Rede letztlich trotzdem nicht verhindern: Der ehemalige EDL-Leiter Tommy Robinson verlas am Sonntag am Speakers Corner eine Rede, die Sellner während der Abschiebehaft in London verfasst hatte.

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