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AfD-Landesparteitag nach linker Bombendrohung unterbrochen

Julian Schernthaner

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Am heutigen Samstag trafen sich mehr als 400 Delegierte in Magdeburg, um die jeweiligen Wahllisten für die Landes- und Bundestagswahlen im kommenden Jahr zu wählen. Gegen 15.00 kam es dann zur unfreiwilligen Unterbrechung – wegen einer Bombendrohung.

Magdeburg. – Trotz der behördlichen Notwendigkeit strenger Corona-Maßnahmen wie einer Maskenpflicht am Platz, entschied sich die AfD in Sachsen-Anhalt ihren Landesparteitag im üblichen Format mit Präsenz vor Ort abzuhalten. In der Messehalle in der Landeshauptstadt konnten zumindest die wichtigsten Listenplätze für die Landtagswahl am 6. Juni besetzt werden, ehe es wegen der Androhung eines Bombenanschlags auf den Parteitag zur Evakuierung des Gebäudes kam.

AfD vermutet Linksextremisten hinter Bombendrohung

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, bestätigte ein Polizeisprecher den Eingang einer anonymen Bombendrohung gegen die Veranstaltung. Aus diesem Grund war der Unterbruch unabdingbar. Videos in sozialen Medien zeigen, wie die Delegierten vor dem Gebäude warten. Noch ist völlig unklar, wann der Parteitag weitergehen kann. Die Partei möchte ihn auch jeden Fall weiterführen – auch um den linken Extremisten keinen Sieg über eine demokratische Veranstaltung zu gönnen.

Nach Einschätzung der patriotischen Partei dürfte es sich also bei der Drohung um eine gezielte Aktion von Linksextremisten handeln. Auch das Infoportal Linke-Gewalt.info dokumentierte den Vorfall bereits als mutmaßlich politisch motivierte Bombendrohung.

Erste vier Listenplätze für die Landtagswahl stehen fest

Zuvor hatten sich einige bekannte Gesichter der Partei im Bundesland die aussichtsreichsten Listenplätzen für den Urnengang im Bundesland im Frühsommer 2021 sichern können. Als Spitzenkandidat wird mit Oliver Kirchner der Chef der Landtagsfraktion fungieren. Auf den Plötzen folgen Ulrich Siegmund, Hans-Thomas Tillschneider und Daniel Roi.

Die erfolgreichen Kandidaten allesamt Politiker, die ebenfalls bereits in der gegenwärtigen Legislaturperiode für die AfD im Magdeburger Landtag sitzen. Die Aufstellung der durchwegs basisorentierten und eher „kernigen“ Kandidaten gilt als Stärkung der national-konservativen Parteiströmung. Diese ist insbesondere in den neuen Bundesländern dominant.

Bei der kürzlichen Kandidatenkür für die Bundestagswahl in Niedersachsen hatten sich hingegen noch vorwiegend Vertreter des bürgerlich-konservativen Lagers innerhalb der AfD durchgesetzt – Tagesstimme berichtete.

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