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Gesellschaft

Papst will rechtlichen Schutz für gleichgeschlechtliche Paare

Monika Šimić

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Damit Homosexuelle rechtlich geschützt seien, müsste ein Gesetz über Lebenspartnerschaften geschaffen werden.

Rom. – Papst Franziskus hat sich dafür ausgesprochen, Lebensgemeinschaften gleichgeschlechtlicher Paare gesetzlich zu schützen. Das betonte der Papst in einem Dokumentarfilm mit dem Titel „Francesco“ des russischen Regisseurs Jewgeni Afinejewski, der beim Filmfestival in Rom vor zwei Tagen Premiere feierte.

Rechtlicher Schutz für Homosexuelle

„Homosexuelle haben das Recht auf Familie. Sie sind Kinder Gottes. Niemand dürfte ausgegrenzt oder unglücklich gemacht werden. Wir müssen ein Gesetz über Lebenspartnerschaften schaffen. Damit sind Homosexuelle rechtlich geschützt. Ich habe mich dafür eingesetzt“, betonte Franziskus.

Noch 2003 hatte die Glaubenskongregation ausgeführt, die Kirche billige weder homosexuelles Verhalten noch die rechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften. Papst Benedikt XVI. hatte diesbezüglich damals von einer „Selbstzerstörung des Menschen und der Zerstörung von Gottes Werk selbst“ gesprochen.

Ablehnung der „Homo-Ehe“

Franziskus war als erster Papst von dieser Ansicht abgewichen. So forderte er 2016, Schwule und Lesben nicht zu diskriminieren. Gott und die Kirche liebten sie wie sie sind. Vor einem Jahr bekräftigte er zudem, homosexuelle Neigungen seien keine Sünde. Franziskus‘ Aussagen im Dokumentarfilm gelten als offene Aussagen zur Unterstützung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften. Schon wenige Monate nach Pontifikatsbeginn hatte sich Franziskus ganz konkret für mehr Respekt für Homosexuelle ausgesprochen, auch wenn er betonte, dass sich die offizielle Haltung der Kirche nicht geändert habe.

Gleichgeschlechtliche Ehen lehne er aber weiterhin ab, wie er auch in dem Dokumentarfilm verdeutlichte. Bereits 2016 hatte er erklärt, dass die eheliche Verbindung zwischen Mann und Frau von anderen Konstellationen des Zusammenlebens unterschieden werden müsse. In seiner Zeit als Erzbischof von Buenos Aires hatte er die Einführung der „Homo-Ehe“ in Argentinien 2010 als „Schachzug des Teufels“ bezeichnet.

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