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Gesellschaft

„Woke Capital“: OREO wirbt mit LGBT-Flaggen und Transgender-Keksen

Julian Schernthaner

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Am 11. Oktober verblüffte die Keksmarke OREO der Mondelez-Tochter Nabisco damit, sich öffentlich als Unterstützer des seit etwa mehr als 30 Jahren gefeierten „National Coming Out Day“ – nun ja, zu outen.

East Hanover. – Mittlerweile scheint es für Firmen zu guten Ton zu gehören, sich bei brisanten Themen sich zum Zeitgeist zu bekennen. Immerhin gehören auch allerlei Minderheiten zum Kundenstamm. Manche dürften dabei damit kokettieren, dass der Gewinn durch eine entsprechend politisch korrekte Tugendhuberei größer ist, als der Shitstorm, den sie dafür kassieren, die Gegenposition einzunehmen. Mindestens einen Schritt weiter als nötig ging man am Sonntag bei OREO.

OREO wirbt mit mehreren „Pride“-Flaggen

Dort erklärte man, dass man den Tag, an dem sich historisch besonders viele Homo- und Bisexuelle feierlich zu ihrer sexuellen Präferenz bekennen, mithilfe „unterschiedlicher LGBT+-Flaggen“ unterstütze. Zur Erklärung der jeweils geteilten Flagge verwies man auf die Expertise der wichtigen Schwulenorganisation PFLAG (Akronym für Parents, Families and Friends of Lesbians and Gays).

In weiterer Folge teilte man immer nach demselben Muster eine andere LGBT+-Flagge – und daneben OREO-Kekse, deren Vanillefüllung mit der entsprechenden Lebensmittelfarbe garniert wurden, oder zumindest infolge einer Bildbearbeitung diesen Anschein erwecken. Beginnend mit der bekannten Regenbogen-Flagge teilte man so die Transsexuellen-Flagge, die Pansexuellen-Flagge und die Bisexuellen-Flagge.

„Nachbesserung“ auf empörten Zuruf…

Kaum waren diese vier Flaggen geteilt, kam der erste Aufschrei. Denn viele erinnerten daran, dass die Marke aus dem Imperium des US-Lebensmittelriesen Mondelez die Lesbenflagge vergessen hätte. Diese haben zwar keine offizielle Flagge, es kursieren allerdings mehrere Vorschläge. Also entschied man sich bei OREO „nachzubessern“ und teilte ein Bild mit einer der besagten Flaggen etwa vier Stunden später.

…und es hagelte weiterhin Beschwerden

Aber auch diesmal konnte man es nicht allen recht machen. So beschwerten sich etwa einige Stimmendarüber, dass nicht die in ihren Kreisen traditionsreichere und von den Waffen der mythischen Amazonen inspirierte Labrys-Flagge verwendet wurde. Ein anderer Nutzer verstand nicht, wieso man ihm als heterosexuelle Person ausschließe, er sei auf diese sexuelle Identität ebenso stolz.

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