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Gesellschaft

Wenige Tage vor Wien-Wahl: Linksextreme beschmieren FPÖ-Parteiheim

Julian Schernthaner

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In Wien-Donaustadt tobten sich mutmaßlich linksextreme Schmierfinken am Parteiheim der Freiheitlichen mit einschlägigen Parolen und Beschimpfungen aus.

Wien. – Es ist eigentlich nichts Neues: Gerade in Wahlkampfzeiten wittern linksextreme Kräfte immer wieder Morgenluft und wollen patriotischen Parteien einen Denkzettel in Form politischer Gewalt verpassen. In der Bundeshauptstadt besudelten mutmaßliche Antifa-Sympathisanten nun großflächig die Fassade einer FPÖ-Einrichtung in der Konstanziastraße. Die Stadtpartei fordert die Mitbewerber zur Distanzierung auf.

Linksextreme Parolen großflächig auf Fassade gesprüht

Die Art und der Inhalt der Schmieraktion tragen eine klar politische Handschrift. In schwarzer Sprühfarbe prangt das Wort „Nazischweine“ auf der Glastür, auf der gelben Hauswand steht mit „Nazi scum“ eine Übersetzung der Unterstellung. Den Briefkasten ziert nun ein Anarchie-Zeichen und auf der Eingangsschwelle wünschen die Angreifer dem Parteienverkehr Unheil: „Ich hoffe du stolperst.“ Auf einem Schaukasten verpasste man Parteichef Norbert Hofer einen Oberlippenbart im Stile Adolf Hitlers.

Detail am Rande: Weil auf der Eingangstür auch ein Hakenkreuz hinterlassen wurde, ist nicht ausgeschlossen, dass dieser Angriff paradoxerweise als „rechte Straftat“ in die Statistik eingehen könnte. Denn in der Regel werden solche Taten zuerst einmal als Anzeige gegen Unbekannt nach dem Verbotsgesetz verbucht.

FP-Mahdalik: „Linksextremes G’sindl“ dank Untätigkeit im Aufwind

Auch die betroffene Bezirkspartei verortet die Tatverdächtigen am äußerten linken Rand. In bestem zynischem Wiener Schmäh machte die FPÖ in einem Facebook-Beitrag auf den Angriff aufmerksam: „Ganz lieber Besuch heute Nacht. Mit einer weiteren ‚Demokratieoffensive‘ haben sich wieder feige Linksextremisten bei uns gemeldet. Vor dem direkten Gespräch hat man sichtlich Angst.“

Bezirksparteiobmann Toni Mahdalik, zudem FPÖ-Klubobmann im Wiener Rathaus, forderte die anderen Parteien zu einer Distanzierung von „linksextremen Zerstörungsakten“ auf. Als mitverantwortlich für solche Aktionen sieht er auch den „üblichen ÖVP-Kuschelkurs“ gegenüber radikalen Linken seitens Innenminister Karl Nehammer. Durch „so viel türkise Untätigkeit bzw. Feigheit“ fühle sich „das linksextreme G’sindl natürlich im Aufwind“.

Erinnerung auf Angriffe auf Parteizentrale und Denkmal

Dabei kritisierte er auch an die jüngste „illegale Besetzung und Devastierung“ des Lueger-Denkmals durch eine linke „Künstlergruppe“, welche eine frühere Antifa-Sprayattacke durch angeklebte goldene Betonletter quasi verewigte. Nachdem rechte Aktivisten diese mit Hammer und Meißel wieder herunterklopft hatten, bewachten sie das Denkmal zu Ehren des ehemaligen Bürgermeisters. Linksextreme skandierten als Reaktion darauf teilweise Morddrohungen und attackierten das Fahrzeug eines Teilnehmers der Kundgebung – Tagesstimme berichtete.

Zudem erinnerte Mahdalik an den Brandanschlag auf die niederösterreichische Brandzentrale in St. Pölten. Der Prozess gegen einen afghanischen Migranten, der als einer der vier mutmaßlichen Täter ausgeforscht werden konnte, endete – erstinstanzlich und noch nicht rechtskräftig – erst am Mittwoch mit einem Schuldspruch und einer dreieinhalbjährigen Haftstrafe. Der blaue Klubobmann kündigte auch im Bezug auf die Beschädigung in seinem Heimatbezirk an, die „feigen Täter ausfindig machen und ihrer gerechten Strafe zuzuführen“ zu wollen.

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