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Technik

Zensur geht weiter: Auch YouTube sperrt „Heimat Defender“ aus

Julian Schernthaner

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Das patriotische 2D-Jump’n’Run „Heimat Defender: Rebellion erfreut sich großer Beliebtheit – wie über 27.000 Downloads bestätigen. Weniger Freude damit haben die Akteure von „Big Tech“.

San Bruno. – Nun ist es auch auf der wichtigsten Videoplattform so weit: Ohne große Vorwarnung löschte YouTube einfach den Kanal zum Spiel „Heimat Defender“. Dabei handelte es sich um einen jungen Kanal, den das Bürgernetzwerk Ein Prozent zur Bewerbung des von ihm unterstützen Spiels einrichtete. Die Begründung für die plötzliche Sperre ist einmal mehr ein angeblicher Verstoß gegen die „Hassrede“-Richtlinien der Plattform.

Ein Prozent: „Erfolg des Spiels ärgert Globalisten“

Bei Ein Prozent kommentierte man den Vorgang im hauseigenen Telegram-Kanal wie folgt: „Der Erfolg des Spiels scheint die Globalisten sehr zu ärgern. Erst knickt Steam ein und nun YouTube.“ Ihrer Ansicht nach mache eine derartige Zensur den Titel aber nur noch interessanter für die bekannt unbotmäßige Gamerszene.

Man erinnert dabei auch daran, dass das Spiel auf der dazugehörigen Homepage bereits etwa 27.000 mal heruntergeladen wurde. Damit ist es bereits erfolgreicher als das durchschnittliche Indie-Spiel – was nicht zuletzt an spielbaren Charakteren aus dem patriotischen Milieu sowie dem liebevoll ausgeführten, dystopischen Level-Design des Linzer Chefentwicklers Roland Moritz liegen dürfte.

Steam und Bandcamp gingen mit Sperren voraus

Bereits in der Vorwoche löschte die Spiele-Vertriebsplattform Steam das patriotische Retrogame, nachdem man zuerst einer Veröffentlichung positiv gegenüberstand. Später machte die Valve-Tochter allerdings einen Rückzieher, indem man ein Alterszertifkat dafür forderte. Vorausgegangen war ein Shitstorm einschlägig linksgerichteter Akteure, welche teilweise sogar eine verbotene Vorabzensur einforderten.

Als es dann zur kommentarlosen Sperre des Titels kam, beschritt die Plattform Neuland – stellte es doch die erste Löschung aus mutmaßlich politischen Motiven dar. So ist etwa das offen linksextreme Spiel „Tonight We Riot“ selbstverständlich dort käuflich zu erwerben. Für die Spieleschmiede Kvltgames, die hinter Heimat Defender steht, ein Indiz, dass „auch dieser ‚private Konzern‘ […] dem herrschenden politischen System“ unterliege.

Kurz darauf löschte Bandcamp dann nicht nur den Soundtrack zum Spiel – sondern überhaupt sämtliche Alben des dafür verantwortlichen Künstlers „Retro Rebel“.


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