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Gesellschaft

Studentenausschuss will Entfernung von asylkritischem Honorarprofessor

Julian Schernthaner

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An der Frankfurter Goethe-Universität regt sich nun Widerstand gegen eine Lehrperson mit nicht konformen Ansichten. Es ist kein Einzelfall an der renommierten Hochschule.

Frankfurt/Main. – Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) will mit Unterstützung deines linksregerichteten Juristen-Arbeitskreises erreichen, dass das Dekanat Hanns-Christian Salger seine Honorarprofessur entzieht. Die Begründung lautet der FAZ zufolge, dass der Wissenschaftler in Vorträgen und Reden angeblich „demokratiefeindliche“ Positionen einnehme. Der Wirtschaftsprüfer und Jurist hat seinen Titel beim „Institute for Law and Finance“ an der Uni seit 1998 inne.

AStA kritisiert Salgers Aussagen und Umfeld

Als Beispiel dafür, dass Salgers Ansichten nicht ragbar seien, nennt der AStA, dass dieser „gegen den Sozialstaaat und das Asylrecht“ sowie die Corona-Verordnungen der Länder wettere. Mietpreisbremse und Corona-Beschränkungen bezeichne er als „Akt staatlicher Willkür“. Weiters bezeichne er etablierte Journalisten als „Kritiker der Regierungskritiker“.

Problematisch finden die Studentenvertreter weiters, dass Salger sich in der für freie Marktwirtschaft einstehenden „Atlas Initiative“ engagiert und Vorträge bei der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung hielt. Salgers Aussagen seien somit in ein „antidemokratisch eingestuftes Netzwerk der ultraneoliberalen extremen Rechten im Umkreis der AfD“ eingebettet.

"Einfach mal die Fresse halten"¹ – Pressemitteilung: AStA Universität Frankfurt und die Kritische Jurist_innen an der…

Gepostet von AStA Universität Frankfurt am Montag, 28. September 2020

Arbeitskreis will „sofortigen Entzug der Honorarprofessur“

Der „Arbeitskreis kritischer Jurist*innen“ sieht den Anspruch von Professoren in Gefahr, „mit wesentlichen Werten des Grundgesetzes sowie den Grundprinzipien des Rechtsstaates“ übereinzustimmen und sich dabei von „staatszersetzenden und demokratiefeindlichen Bestrebungen“ zu distanzieren. Man fordere das Dekanat zum „sofortigen Entzug der Honorarprofessur“ auf, da diese „weder an der Goethe-Universität Frankfurt noch an einer anderen Universität“ willkommen seien.

Kritische Stimmen an Uni Frankfurt öfter im Kreuzfeuer

Es ist jedenfalls nicht das erste Mal, dass Studentengruppen in Frankfurt fordern, dass ihnen nicht genehme Forscher die Universität verlassen müssen. Als die Professorin Susanne Schröter im Vorjahr sich kritisch gegenüber dem Kopftuch äußerte, forderten anonyme Studenten bereits deren Entlassung. Kurz zuvor löschte die Uni den Friedensforscher Egbert Jahn aus mehreren Verzeichnissen, weil er die Schaffung von „Flüchtlingsstädten“ am europäischen Rand oder auf Inseln ins Gespräch brachte.

Razzia wegen linksextremen Umtrieben im Juni

Gleichzeitig ist die linke Schlagseite des Frankfurter AStA bereits länger offenkundig. Erst im Juni fand in dessen Räumlichkeiten eine Hausdurchsuchung statt. Diese begründete sich auf dem Verdacht der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung gegen eine Person mit Zugang zu den AstA-Räumen. Es ging dabei um einen Brandanschlag auf den Bundesgerichtshof in Leipzig im Vorjahr – Tagesstimme berichtete.

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