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Österreich

Corona-Management: Haimbuchner fordert „radikalen Kurswechsel“

Stefan Juritz

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Oberösterreichs FPÖ-Chef Manfred Haimbuchner will den Fokus auf besonderen Schutz für Gesundheitseinrichtungen legen und dadurch ein restriktionsfreies öffentliches Leben ermöglichen.

Linz. – Oberösterreichs Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FPÖ) hat am Montag auf die aktuellen Quartalszahlen der Statistik Austria reagiert. In einer Aussendung forderte er einen „radikalen Kurswechsel“ beim Corona-Management. „Die heute von der Statistik Austria präsentierten Zahlen belegen das, was wir seit Wochen und Monaten aus nahezu allen Branchen hören: die Corona-Politik der Bundesregierung zerstört zehntausende wirtschaftliche Existenzen und bedroht nochmal ein Vielfaches davon“, kritisierte Haimbuchner. Darüber hinaus gebe es noch viele offene Fragen zur weiteren Zukunft – etwa wie es weitergeht, wenn im Winter die Grippe-Saison die gesundheitspolitische Lage verschärft.

Einbruch um 12,1 Prozent

Laut Angaben der Statistik Austria ist die österreichische Wirtschaft im zweiten Quartal 2020 gegenüber dem Vorquartal um 12,1 Prozent eingebrochen. Außerdem wurde ein realer Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 14,3 Prozent verzeichnet. Die Corona-Maßnahmen hätten sich demnach auf nahezu alle volkswirtschaftlichen Kerngrößen ausgewirkt. „Das ist der kräftigste Rückgang seit dem Zweiten Weltkrieg. Die COVID-19-Pandemie traf die Wirtschaft dabei in einer Phase der konjunkturellen Abkühlung. Fast im gesamten EU-Raum fielen die Wachstumsraten schon 2019 deutlich schwächer aus als noch in den Jahren davor“, erklärte Tobias Thomas, Generaldirektor von Statistik Austria, in einer Aussendung.

Oberösterreichisches Modell

Haimbuchner kritisierte in diesem Zusammenhang die Maßnahmen der Bundesregierung: „Natürlich ist jeder Corona-Tote einer zu viel, aber es wird der Bundesregierung kaum gelingen, das grundsätzliche und allgemeine Lebensrisiko auf Null zu minimieren. Ich rate daher dringend dazu, den Fokus wieder stärker auf den Erhalt des Gesundheitssystems zu legen, statt beim sinnlosen Versuch, das Virus komplett aus unserem Leben zu verbannen, nur immer noch mehr wirtschaftliche Existenzen zu vernichten.“

Der FPÖ-Politiker zeigte sich „gerne bereit“, ein „Oberösterreichisches Modell“ zu entwickeln und dabei müsse man aus den Stärken und Schwächen des Schwedischen Modells lernen. „Das heißt, umfassender Schutz im Bereich der Pflege, Altenheime, Spitäler und anderer Gesundheitsbereiche bei gleichzeitiger Ermöglichung eines ansonsten uneingeschränkten öffentlichen Lebens. Das ist der Diskurs, der jetzt geführt werden muss, da Gesundheitsminister Anschober offenkundig nicht in der Lage ist, Ordnung in das von ihm angerichtete Chaos von Corona-App bis Lockdown-Ampel zu bringen. Niemand kennt sich mehr aus, welche Maßnahmen gerade wo gelten. Damit muss endlich Schluss sein“, so Haimbuchner.

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