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Lesbos: Mehrere Hundert Migranten dürfen aufs Festland

Monika Šimić

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Bereits kommende Woche sollen außerdem weitere 2.300 Migranten aufs Festland gebracht werden.

Mytilini/Athen. – Mehr als 700 Menschen können heute die Insel Lesbos verlassen. Wie der öffentlich-rechtliche griechische Rundfunk ERT heute Früh berichtete, handle es sich dabei um anerkannte Flüchtlinge, die Asyl in Griechenland bekommen haben. Sie sollen an Bord der Fähre „Nissos Chios“ am Abend nach Piräus gebracht und dann auf dem Festland untergebracht werden.

Weitere Migranten dürfen aufs Festland

Zudem sei geplant, dass kommende Woche weitere 2.300 Menschen mit Schutzrecht zum griechischen Festland gebracht werden, berichtete ERT weiter. Der griechische Migrationsminister Notis Mitarakis hatte diese wesentliche Entlastung des vorläufigen Zeltlagers von Kara Tepe, in dem rund 10.000 Menschen nach der Zerstörung von Moria untergebracht worden sind, bereits am Vortag im Rundfunk angekündigt.

Indes wirft die Polizei des Landes 35 Mitgliedern von vier Nichtregierungsorganisationen Spionage und Schleuserkriminalität vor. Die Polizei teilte am Montag mit, dass dazu bereits eine entsprechende Anzeige an die Justiz geleitet worden sei. Die Betreffenden sollen in mindestens 32 Fällen Informationen über die Positionen der griechischen Küstenwache und Koordinaten möglicher Landungsabschnitte vor der Insel Lesbos an Schleuser in der Türkei geleitet haben.

Rolle von NGOs umstritten

Die betreffenden Organisationen wurden zunächst nicht namentlich genannt. Unter ihren Mitgliedern sollen jedoch Deutsche, Österreicher, Norgweger, Schweizer und Bulgaren sein, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet.

Die Rolle von NGOs, die sich auf den griechischen Inseln in der Ostägäis für Migranten einsetzen, ist in Griechenland schon seit Jahren umstritten. Einerseits wird anerkannt, dass viele Helfer dort wichtige Unterstützung leisten. Andererseits werden auch immer wieder Vorwürfe erhoben, manche NGOs wollten vor Ort ihre eigene Vorstellung von Migrationspolitik durchsetzen. Sie würden Migranten deshalb zu illegalen Aktionen aufrufen oder sie dabei unterstützen.

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