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USA: Buhrufe von eigenen Fans wegen Kniefalls während Nationalhymne

Monika Šimić

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Ein Spieler des FC Dallas zeigte sich über die Reaktion der Fans empört und kritisierte die fehlende Unterstützung.

Dallas. – Die Spieler des FC Dallas, des Nashville SC – beides Teams der nordamerikanischen Fußball-Profiliga MLS – sowie die Schiedsrichter knieten vor Anpfiff der Partie während der Nationalhymne nieder, um Solidarität mit „Black Lives Matter“ zeigen. Allerdings fanden das nicht alle Fans gut und buhten die Männer am Feld aus. Reggie Cannon vom FC Dallas kritisiert die eigenen Fans und zeigt sich von deren Reaktion angewidert.

„Absolut widerlich“

„Wie schändlich ist das? Ich finde es absolut widerlich“, sagte der Verteidiger des FC Dallas. „Nicht mal im eigenen Stadion wird man von seinen eigenen Fans unterstützt. Sie verstehen nicht, was das Knien bedeutet. Sie verstehen nicht, warum wir knien. Sie denken, dass wir die Ignoranten sind und das ist unglaublich frustrierend“, sagte Cannon. Millionen anderer Menschen würden den Anti-Rassismus-Protest unterstützen: „Und wir haben Fans, die uns ausbuhen. Das ist mir ein Rätsel“, sagte der 22-Jährige.

Wie mehrere Medien berichten, erhielt Cannon nach seiner Kritik an Fans seines Klubs sogar Morddrohungen. Zudem sei er in den sozialen Medien rassistisch beleidigt worden. „Wir wollen uns klar ausdrücken: Wir lieben und unterstützen Reggie Cannon. Die rassistischen Kommentare und Morddrohungen, die er erhalten hat, sind abstoßend und inakzeptabel“, teilten die Teambesitzer Clark und Dan Hunt am Donnerstag (Ortszeit) in einer Erklärung mit. „Hasserfüllte oder gewalttätige Drohungen sind niemals gerechtfertigt – vor allem dann nicht, wenn sie gegen ein Mitglied unserer FC Dallas-Familie gerichtet sind“, hieß es weiter.

Manche verweigern den Kniefall

In den vergangenen Wochen hatten sich zahlreiche Sportler im Rahmen der aufflammenden Proteste nach dem Tod von George Floyd auf die Seite der „Black Lives Matter“-Bewegung gestellt und sich während der Nationalhymne niedergekniet, darunter vor allem auch Spieler aus der Basketball-Liga NBA.

Hier und da kam es aber auch vor, dass sich Sportler dem Protest nicht angeschlossen haben. Der afroamerikanische NBA-Spieler Jonathan Isaac etwa hat sich aus religiösen Gründen gegen den Kniefall entschieden. „Auf die Knie zu gehen und dabei ein Black-Lives-Matter-Shirt zu tragen ist für mich persönlich nicht die Antwort. Für mich werden schwarze Leben durch den Gospel unterstützt“, erklärte der 22-jährige Spieler damals.

 


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