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Gesellschaft

Stuttgart: 80 Prozent Migrantenanteil bei Verdächtigen der Krawallnacht

Julian Schernthaner

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Die Aufarbeitung der Stuttgarter Krawallnacht sorgte bundesweit für hitzige Diskussionen. Jetzt ist gewiss: Tatsächlich besitzt der Löwenanteil einen Migrationshintergrund.

Stuttgart. – Schon im direkten Nachlauf der Vorfälle sorgte die mediale Darstellung der Geschehnisse für Spott und Häme im Netz. Viele Nutzer wiesen darauf hin, dass nicht eine diffuse „Partyszene“, sondern vor allem migrantische Jugendliche an den Ausschreitungen beteiligt gewesen seien. Dieser Eindruck erhärtet sich infolge der Ermittlungen nun zusehends.

Nur acht Verdächtige ohne Migrationshintergrund

Denn wie sich herausstellt, kommen von den 50 bisher erfassten Verdächtigen nur acht aus einer autochthonen, deutschen Familie. 20 Personen sind deutsche Staatsbürger mit Migrationshintergrund – ebenso viele sind überhaupt Ausländer. Bei zwei Tatverdächtigen ist die Herkunft nicht vollständig geklärt. Unter den fremden Staatsbürgern finden sich sowohl solche aus europäischen Ländern als auch klassischen Asyl-Herkunftsländern wie Marokko, Irak, Afghanistan und Somalia.

Brisant: Nur 15 von ihnen sind auch juristisch vollwertige Erwachsene, genau so viele sind überhaupt Jugendliche. Der größte Anteil, nämlich 20 Personen, sind zwischen 18 und 21 Jahren alt. Bei einem ordentlichen Gerichtsverfahren können somit 70 Prozent mit milderen Urteilen nach dem Jugendstrafrecht spekulieren. 33 von 50 Tatverdächtigen wurden bereits zuvor polizeilich auffällig – teils wegen Drogendelikten, aber auch wegen Diebstahl oder Körperverletzung.

Öffentliche Debatte über „Stammbaumrecherche“

Die Ausforschung des Migrantenanteils war übrigens ebenfalls Gegenstand der öffentlichen Debatte. Einige linke Akteure hatten sich nach Verlautbarung der Polizei-Pläne darüber echauffiert, dass die Behörden eine Art der „Stammbaumrecherche“ bezwecken wolle. Eine Journalistin der taz unterstellte den Ordnungshütern dabei sogar die Absicht, einen „rassistischen Irrglauben“ in der Gesellschaft manifestieren zu wollen.

Das Ergebnis beweist nun die Sinnhaftigkeit der standesamtlichen Erhebungen zumindest für die Einordnung der Krawallnacht. Denn obwohl mehr als die Hälfte der Tatverdächtigen die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, kommen über 80 Prozent aus dem Migranten-Milieu. Bei ähnlichen Ausschreitungen am vergangenen Wochenende in Frankfurt hatten sogar 90 Prozent der Festgenommenen einen Migrationshintergrund.

Politiker fordern Maßnahmen gegen kriminelle Migranten

Nicht zuletzt vor dem Hintergrund dieser Eskalationen forderten die Oberbürgermeister von Tübingen (Grüne), Schorndorf (SPD) und Schwäbisch Gmünd (CDU) die grün-schwarze Landesregierung zum Handeln auf. In einem Brandbrief monierten sie, dass es mittlerweile in jeder größeren Stadt in Baden-Württemberg ein „Milieu nicht integrierter, häufig mit Kriminalität und Straftaten in Verbindung” stehender Asylwerber – die Tagesstimme berichtete.

In der Stuttgarter Innenstadt sei ein entsprechender Personenkreis mittlerweile sogar für 70 Prozent der Polizeieinsätze verantwortlich. Dass das Problem bereits seit einiger Zeit bestehe, ließ zuletzt auch der Konfliktforscher Stefan Luft durchklingen. Demnach gebe es bereits seit ein bis zwei Jahren häufige Ansammlungen von Migranten rund um den Schlossgarten und den Hauptbahnhof. Das dadurch entstehende Klima sorge dafür, dass vor allem Frauen seitdem die Gegend meiden.


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