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Fans sind sauer: Redskins heißen vorerst „Washington Football Team“

Stefan Juritz

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Die Rassismus-Debatte in den USA wirkt sich auch auf den Sport aus. Wie angekündigt, beugen sich die „Washington Redskins“ dem Druck der Sponsoren und legen ihren Namen ab.

Die „Washington Redskins“ haben es wirklich getan und nach fast 90 Jahren ihren Namen geändert. Ab sofort nennt sich der NFL-Klub ganz schlicht „Washington Football Team“ – zumindest vorläufig, bis der endgültige Name gefunden wurde. Das gaben die früheren „Redskins“ am Donnerstag offiziell bekannt. Auch das Logo soll geändert werden.

Der Football-Klub reagiert damit auf den Druck seitens mehrerer Sponsoren, die im Zuge der aktuellen Rassismus-Debatte in den USA eine Namensänderung gefordert hatten. So hatte etwa der Sportartikelhersteller Nike, offizieller Ausrüster der National Football League (NFL), alle Fanartikel der „Redskins“ aus seinem Onlineshop gestrichen (Die Tagesstimme berichtete).

Fans sind fassungslos

Die Fans haben mit dem neuen Namen hingegen keine Freude. „Das ist ein Witz“, reagierte ein Twitter-Nutzer auf den Beitrag des Teams. Ein anderer wiederum kommentierte: „Das sieht schrecklich aus. ‚Redskins‘ ist ein guter Name. Wie wäre es damit?“ Andere wiederum warfen dem Management vor, dem „Mob nachgegeben“ zu haben. „Und das ist wirklich das Beste, was euch eingefallen ist?“, fragte schließlich ein weiterer Nutzer.

Kritisch äußerte sich auch der Ex-Spieler der Dallas Cowboys und New Orleans Saints, Dez Bryant: „Das soll nicht respektlos gegenüber dem Washington Football Team klingen. Aber ein Team ohne Team ohne Football-Name, das tut in der Seele weh. Das allein ist der Grund, warum das keine richtige Football-Saison wird. Ich bin wirklich traurig.“

Nächste die Mannschaft vor Wechsel

Laut SPOX-Bericht denken übrigens auch das Baseball-Team „Cleveland Indians“ über einen Namenswechsel nach. Demnach sagte Klubbesitzer Paul Dolan am Donnerstag, dass er darüber mit führenden Köpfen der indianischen Gemeinschaft sprechen möchte. Das Logo mit dem Indianer „Chief Wahoo“ hatte das Team bereits nach der Saison 2018 gewechselt.


Mehr zum Thema:

Der Indianer soll weg: Konzerne setzen Redskins unter Druck (05.07.2020)

Rassismus-Debatte: „Edmonton Eskimos” wollen Namen ändern (21.07.2020)


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