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Gesellschaft

Rassismus-Debatte: „Edmonton Eskimos“ wollen Namen ändern

Stefan Juritz

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Nach den „Washington Redskins“ scheint bereits die nächste Sportmannschaft, ihren Namen zu ändern.

Edmonton. – Laut Bericht des Nachrichtenportals TSN steht die kanadische Football-Mannschaft „Edmonton Eskimos“ kurz vor einer Namensänderung. Eine offizielle Bestätigung durch das Team liegt noch nicht vor. Allerdings diskutiere man derzeit intensiv mit Partnern und den Inuit über den Namen und wolle gegen Ende des Monats ein Ergebnis präsentieren, hieß es demnach in einer Stellungnahme. Dem TSN-Bericht zufolge hatten in den letzten Tagen Ligasponsoren den Wunsch nach einer Namensänderung geäußert und dadurch den Druck erhöht. „Sports Interaction wird die Edmonton Eskimos bitten, ihren Namen zu ändern, damit wir den Klub und seine Fans weiterhin unterstützen können“, schrieb etwa der Firmen-Sprecher Ryan Stetson in einer E-Mail an CTV News.

Zeichen von Respekt oder Beleidigung?

Kritik am Namen gibt es allerdings schon länger. Im Jahr 2015 verfasste der kanadische Politiker und Präsident der Inuit-Organisation ITK, Natan Obed, eine Stellungnahme, in der er betonte: „Wir sind keine Maskottchen oder Embleme.“ Allgemein behaupten Kritiker, der Team-Name sei eine Beleidigung für die indigene Bevölkerung. Die „Edmonton Eskimos“ erklärten hingegen stets, der Name solle der indigenen Bevölkerung Kanadas Respekt entgegenbringen.

Die Herkunft des Begriffs „Eskimo“ ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Das Wort ist aber eine Fremdzuschreibung und wird aber als Sammelbezeichnung für die arktischen Volksgruppen, zu denen die Inuit, Iñupiat und Yupik gehören, verwendet.

NFL-Team ändert Namen

Bereits Anfang Juli hatten die US-Football-Mannschaft „Washington Redskins“ bekannt gegeben, Name und Logo zu ändern (Die Tagesstimme berichtete). Auch in diesem Fall hatten Sponsoren Druck ausgeübt. Beispielsweise nahm der Sportartikelhersteller Nike, offizieller Ausrüster der National Football League (NFL), alle Fanartikel der Redskins aus seinem Onlineshop. Und auch das Logitikunternehmen FedEx, das die Namensrechte am Heimstadion besitzt, erklärte öffentlich: „Wir haben dem Team unseren Wunsch mitgeteilt, dass es den Namen ändern möge.”


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