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Gesellschaft

„Partyszene“: User reagieren mit Kritik und Spott auf Stuttgart-Berichte

Stefan Juritz

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Die Polizei verortet die Täter der Stuttgart-Krawalle in der „Party- und Eventszene“. Diese Angaben sorgten für reichlich Diskussionen in den sozialen Netzwerken. Zahlreiche User werfen Polizei und Medien vor, die Dinge nicht beim Namen nennen zu wollen.

Stuttgart. – Nach den schweren Krawallen in Stuttgart (Die Tagesstimme berichtete) äußerte sich die Polizeiführung am Sonntag zu den ersten Ermittlungsergebnissen. Ihren Anfang nahmen die Ausschreitungen bei einer Drogenkontrolle eines 17-jährigen „deutschen Staatsbürgers mit weißer Hautfarbe“, wie Polizeivizepräsident Thomas Berger in einer Pressekonferenz am Nachmittag bekannt gab. Sofort hätten sich 200 bis 300 Personen aus der „Partyszene“ mit dem Jugendlichen „solidarisiert“ und die anwesenden Polizisten mit Steinen und Flaschen „massiv angegriffen“. Die Gruppe der Angreifer sei dann auf bis zu 400-500 Personen angewachsen. Auch Rettungskräfte seien während eines Notfalls mit „Flaschenwürfen und direkten Angriffen“ attackiert worden.

„“Ein bunter Mix über den Globus“

Die Bilanz der Krawalle: 40 Geschäfte wurden beschädigt, neun Läden sogar geplündert. Darüber hinaus zerstörten die Krawallmacher zwölf Polizeifahrzeuge. 19 Beamte wurden verletzt, 24 Personen vorläufig festgenommen. Laut Polizeiangaben besitzt genau die Hälfte der Festgenommenen die deutsche Staatsbürgerschaft, drei von ihnen sollen einen Migrationshintergrund aufweisen. Die andere Hälfte stammte hingegen aus mehreren anderen Staaten wie Bosnien, Portugal, Irak, Somalia und Afghanistan. „Letztendlich war es ein bunter Mix über den Globus, der sich da gestern versammelt hat“, sagte der Polizeivizepräsident. Der hohe Migrantenanteil deckt sich auch mit den Eindrücken aus zahlreichen Videos, die von den Ausschreitungen in den sozialen Medien kursieren.

Die Ermittler gehen von keiner politischen Motivation für die Krawalle aus, sondern machen die sogenannte „Party- und Eventszene“ für die Ausschreitungen verantwortlich.

„“Partyszene“: Unwort des Jahres

Gerade diese Bezeichnung der Tätergruppen als „Partyszene“ sorgte noch am Sonntag für reichlich aufgeregte Diskussionen in sozialen Medien. In den Kommentarspalten zu den Medienberichten machten zahlreiche User ihrem Unmut Luft.

Viele von ihnen unterstellten Polizei und Medien, vom hohen Migrantenanteil ablenken zu wollen. Manche User kürten den Begriff „Partyszene“ bereits zum „Unwort des Jahres“. Immer wieder wurde der Vorwurf laut, die Medien hätten den Begriff „kritiklos“ von der Polizei übernommen, damit „die wahren gesellschaftlichen Probleme“ nicht an die Öffentlichkeit gelangten. Es sei erschreckend und beschämend, dass sich niemand traue, „das Kind beim Namen“ zu nennen, so die Kritik vieler Leser auf Facebook.

Immer wieder betonten Kommentatoren, dass Medien und Politik dadurch das Vertrauen der Bürger zerstören würden:

Manche User reagierten auch mit Spott, Ironie und Sarkasmus auf die Medienberichte:


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