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Gesellschaft

Wien: Lueger-Denkmal erneut mit Farbe beschmiert

Stefan Juritz

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Bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage wurde das Karl-Lueger-Denkmal verunstaltet. 

Wien. – Das Denkmal des ehemaligen Wiener Bürgermeisters Karl Lueger ist erneut zum Ziel mutmaßlich linksextremer Täter geworden. In der Nacht auf Freitag beschmierten Unbekannte das Denkmal mit roter Farbe. Als Botschaft hinterließen die mutmaßlichen Linksextremen das Wort „Schande“ und ein Anarchie-Symbol. Erst vor einigen Tagen war das Denkmal mit pinker Farbe beschmiert worden.

Petitionen für und gegen das Lueger-Denkmal

Die „Jüdischen Österreichischen HochschülerInnen“ (JÖH) fordern bereits seit mehreren Tagen mit einer Petition den „Abriss“ des Lueger-Denkmals. Das Denkmal „für diesen rabiaten Antisemiten“ mitten im Stadtzentrum nennt die zionistische Gruppe „unerträglich“. Bislang haben über 630 Personen die Online-Petition, die auch von der linksextremen Gruppe „autonome antifa w“ verbreitet wurde, unterzeichnet.

Dem gegenüber existiert aber auch eine Petition, die sich für den Erhalt und die Pflege des Lueger-Denkmals „in seiner derzeitigen Originalform“ ausspricht. Hier unterzeichneten bisher über 150 Personen.

Stadt Wien begrüßt Diskussion

Die Diskussion erreichte nun auch die Stadtpolitik. Wie die Krone berichtet, begrüße die Stadt Wien die Debatte um das Denkmal „In der Frage ,abreißen oder kontextualisieren‘ hat sich die Stadt bislang immer für den zweiten Weg entschieden“, wird Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) in der Krone zitiert.

Die Grünen wiederum schlagen dem Bericht zufolge vor, die Statue um 3,6 Grad zu kippen. „Das Symbol dahinter ist die Unsicherheit Österreichs mit dem Umgang mit der eigenen Geschichte, was am Platz erklärt werden muss“, so Niki Kunrath (Grüne).

Zahlreiche Angriffe auf Denkmäler

Im Zuge der „Black Lives Matter“-Proteste, die mittlerweile auch in Europa stattfinden, kam es in den vergangenen Wochen vermehrt zu Zerstörungen und Verunstaltungen von Denkmälern. Im britischen Bristol stürzten Demonstranten die Statue des Sklavenhändlers Edward Colston und versenkten sie im Hafen. In ganz Belgien wurden Statuen und Standbilder von König Leopold II. beschmiert, in Brand gesetzt oder zerstört. Auch in Deutschland kam es zu Farbattacken: Dort traf es beispielsweise die Otto-von-Bismarck-Statue in Hamburg (Die Tagesstimme berichtete). In Österreich wiederum beschmierten Unbekannte etwa Denkmäler in Graz, Hartberg und Wien.


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