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Gesellschaft

Denkmalschändung: FPÖ fordert Konsequenzen für Uni-Mitarbeiter

Stefan Juritz

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Der Politologe und Uni-Lektor Thomas Schmidinger bekennt sich auf Facebook zur Schändung des Siegfriedskopf-Denkmals in Wien. Der FPÖ-Landtagsabgeordnete Guggenbichler ist empört und fordert die Universitätsleitung zum Handeln auf.

Wien. – Der im Jahr 1923 in der Aula der Universität Wien errichtete „Siegfriedskopf“ ist ein Denkmal, das an die gefallenen Studenten und Lehrenden des Ersten Weltkrieges erinnert. Linken Aktivisten ist er schon seit vielen Jahren ein Dorn im Auge. Vor 18 Jahren schlugen vermummte Linksradikale mit Hammer und Meißel zu und hauten dem Denkmal die Nase ab. Die Universität Wien erstattete damals Anzeige wegen Sachbeschädigung, doch die Täter wurden bis heute nicht gefasst.

„“Der Stein war urhart und wir haben uns abgewechselt“

Wie eine Enthüllung des Freilich-Magazins zeigt, hat sich einer der mutmaßlichen Täter nun zur damaligen Schändung des Denkmals bekannt. Es handelt sich dabei um den heutigen Politikwissenschaftler und Lektor Thomas Schmidinger, der an der Universität Wien und an den Fachhochschulen Oberösterreich und Vorarlberg unterrichtet. Wie Screenshots belegen, schrieb Schmidinger am Dienstag während einer Debatte über Denkmalschändungen auf seiner Facebook-Seite: „Eine völlige Zerstörung des Siegfriedskopfes, wie ihn sich manche heute noch wünschen, hätte ich für falsch gehalten und das sage ich als der, der 2002 noch als Student gemeinsam mit einem Freund die Nase des Monumentes abgeschlagen hat. Ist längst verjährt aber die Uni hat damals Anzeige gegen einen unbekannten Vermummten wegen Sachbeschädigung eingebracht. Ich erzähl das nur, damit klar wird, dass auch um diese Rekontextualisierung gekämpft werde musste und ich einer der Leute war, die dafür auch einiges an Risiko eingegangen sind. Heute bin ich froh, dass wir diesen Kampf gewonnen haben.“

Wenig später packte Schmidinger in einem Kommentar noch etwas mehr über seine Aktion als Student aus: „Wir waren zu zweit. Aber das ist völlig wurscht… Der Stein war urhart und wir haben uns abgewechselt, die Nase ging echt nicht leicht runter!“

Anfragen der Tagesstimme dazu blieben sowohl von Schmidinger als auch vom Rektorat der Universität Wien bis zum jetzigen Zeitpunkt unbeantwortet.

Guggenbichler: Universität muss Schadenssumme einklagen

Wenige Stunden nach Bekanntwerden der Freilich-Recherche reagierte der Wiener FPÖ-Gemeinderats- und Landtagsabgeordnete Udo Guggenbichler in einer Aussendung. „Es ist absolut inakzeptabel, dass Menschen mit einer derartigen Geisteshaltung auf der Universität lehren dürfen. Ich fordere das Universitätsrektorat auf, entsprechende dienstrechtliche Konsequenzen einzuleiten“, verlangt Guggenbichler. Darüber hinaus kündigt der FPÖ-Politiker an, rechtliche Schritte prüfen zu lassen, da „Kulturvandalismus“ „kein Kavaliersdelikt“ sei. Von der Universität Wien fordert der Vorsitzende des Wiener Akademikerball-Komitees zudem auch zivilrechtliche Schritte. „Die verursachte Schadenssumme von diesem ‚linksradikalen Brutalo‘ muss vom Unirektorat eingeklagt werden, da es sich sonst der Untreue schuldig machen könnte. Das Rektorat ist daher verpflichtet, die Schadenssumme zurückzufordern, da es sich hierbei auch um öffentliches Geld handelt“, so Guggenbichler.

RFS fordert Abberufung

Empört zeigte sich indes auch der Ring Freiheitlicher Studenten (RFS). In einer Presseaussendung fordert RFS-Bundesobmann Lukas Heim wie Guggenbichler die sofortige Abberufung Schmidingers: „Ein Uni-Lektor, der offen zugibt eine Straftat begangen zu haben, bei welchem die Uni Wien der Geschädigte ist und darauf bis heute stolz ist, hat als Lektor auf keiner österreichischen Hochschule etwas zu suchen.“


Weiterlesen:

„“Siegfriedskopf: Der Schänder spricht“ (10.06.2020)

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1 Comment

1 Comment

  1. Avatar

    Wacht Auf!

    15. Juni 2020 at 15:30

    18 Jahre nach der Tat traut sich der Politikwissenschaftler und Lektor Thomas Schmidinger in einer Gesellschaft mit weit nach links verschobenem Overton-Fenster seine Maske vom Kopf zu ziehen, um sich als Vorreiter der ersten Stunde von seinesgleichen feiern zu lassen, in der Annahme, die Tat sei verjährt. Nun liegt es an seinem Antifa-Netzwerk in Politik und Justiz ihm dies öffentlich und im Nahmen des Volkes zu bestätigen.
    Vor etwas über 30 Jahren habe ich einen – den Inhalt seiner ausgedrückten Pickel fressenden – Studenten der Jurisprudenz kennengelernt, der erklärte, er strebe an, unter die 15 % der Besten seines Jahrgangs zu kommen, damit er Richter werden könne, mit dem Ziel haftungsfrei, erstinstanzlich und pauschal Antifanten freisprechen und Nazis verurteilen zu können, gleich ob schuldig oder unschuldig. Den Namen habe ich leider vergessen, sonst könnte ich Herrn Schmidinger einen Tipp geben, aber wahrscheinlich braucht er den gar nicht.

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