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Wirtschaft

AfD-Kritik an Energiewende: Naturschutz als Opfer am Altar der Klimareligion

Stefan Juritz

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Die Umweltminister wollen die Windkraft ausbauen und damit die Energiewende voranbringen. Für den AfD-Landtagsabgeordneten Hans-Peter Stauch wird dadurch aber der Naturschutz am „Altar der Klimareligion“ geopfert.

Stuttgart. – Vor zwei Wochen wurden auf der 94. Umweltministerkonferenz (UMK) zahlreiche Beschlüsse gefasst, um die sogenannte Energiewende voranzutreiben. So sprachen sich die Länder unter anderem für einheitliche Standards bei Genehmigungsverfahren von Windkraftanlagen aus. Weiters einigte man sich auf der Konferenz darauf, beim künftigen Zubau von Windkraftanlagen auch ein bundesweites Flächenziel von mindestens zwei Prozent zu erreichen. „Das ist ein weiterer Etappensieg, um die Hemmnisse beim Ausbau erneuerbarer Energien abzubauen. Denn nur mit einem starken Anteil von Windkraft können wir die Energiewende erfolgreich umsetzen und dem Klimawandel spürbar entgegenwirken“, kommentierte Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) die Beschlüsse.

AfD: „Entscheidung eine Katastrophe“

Ablehnung kommt hingegen von der AfD-Landtagsfraktion in Baden-Württemberg. „Für Natur und Artenvielfalt ist die Entscheidung eine Katastrophe“, kritisiert der verkehrspolitische Sprecher Hans-Peter Stauch in einer Aussendung. Mit den Beschlüssen zeigten die Umweltminister, dass ihnen die Umwelt „herzlich egal“ sei. „Es kann doch nicht sein, dass alle Unzulänglichkeiten der Windkraftanlagen – ich meine hier zum Beispiel Infraschall, Schlagschatten, Rodung von Waldflächen, Entsorgungsproblematik stillgelegter Anlagen und vieles mehr – völlig ignoriert werden, um das Tempo der Energiewende zu erhöhen“, so Stauch.

Hinter dem jetzigen Beschluss der Umweltministerkonferenz vermutet der AfD-Politiker den Umsatzeinbruch in der Windenergiebranche um fast 30 Prozent im Jahr 2018. Diese schlechten Zahlen seien auch maßgeblich für den Umsatzrückgang im Bereich der erneuerbaren Energien verantwortlich. „Der ist nämlich im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 19,0 Prozent auf 19,8 Milliarden Euro gesunken“, fasst Stauch zusammen.

Stauch kritisiert „gnadenlos missionierende Klimareligion“

Das Konzept der Energiewende hält der AfD-Abgeordnete aber allgemein für verfehlt: „Da ist nichts wirklich zu Ende gedacht, das Konzept der erneuerbaren Energien geht letztlich zu Lasten der Umwelt. Der jetzige Beschluss der Umweltministerkonferenz legalisiert die Tötung von Vögeln und Fledermäusen durch Verwaltungsvorschriften und bricht dabei wahrscheinlich geltendes EU-Recht.“

Überhaupt sei die Energiewende seiner Ansicht nach „längst gescheitert“. „Das belegen die ökonomischen Eckwerte und die unsinnigen und naturschutzwidrigen Beschlüsse rund um diese unausgegorenen EEN-Technologien. Menschen und Tiere zahlen einen hohen Preis für die gnadenlos missionierende Klimareligion“, so Stauch.


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1 Comment

1 Comment

  1. Avatar

    Peter Aschbacher

    28. Mai 2020 at 19:36

    Es ist ein offenes Geheimnis, dass die „Klimareligion“ eine nicht ernst zu nehmende läppisch-kindische Mode ist, wie etwa Plateauschuhe oder hörbares Furzen in der Öffentlichkeit. Ein entwicklungsgeschichtliches Überbleibsel aus dem Primaten-Stadium, das wir offenbar alle noch in unseren Genen tragen und dessen wir uns gemeinsam schämen. Aber offenbar ist es für die Lenker des Massenverhaltens ein Leichtes, diese zoologischen Archetypen in den medialen Misthaufen zu verarbeiten und ihren penetranten Gestank zu verbreiten. Ist die Klimareligion also das pathologische Anzeichen einer fehlenden echten Religion oder ein Symptom allgemeiner Kulturlosigkeit? Wahrscheinlich beides.

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