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Österreich

FPÖ-Abspaltung DAÖ wird zum „Team HC Strache“

Stefan Juritz

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Die FPÖ-Abspaltung „Die Allianz für Österreich“ heißt künftig „Team HC Strache – Allianz für Österreich“. Auch Christian Höbart, ehemaliger Landeschef der FPÖ Niederösterreich, wechselt überraschend zum Team – er wird neuer Generalsekretär.

Wien. – Bei einer Pressekonferenz am heutigen Freitag hat „Die Allianz für Österreich“ (DAÖ) ihre Umbenennung sowie personelle Änderungen bekannt gegeben. Neben dem neuen Namen „Team HC Strache – Allianz für Österreich“ wechselt auch die Parteiführung. So wird künftig Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache den Vorsitz von DAÖ-Obmann Karl Baron übernehmen.

Das Team will Bürgerbewegung sein

In seiner Rede warf Strache der Regierung in vielen Bereichen ein Versagen während der Corona-Krise vor und bemängelte zugleich, dass eine starke Oppositionskraft derzeit nicht sichtbar sei. „Desbalb braucht es dringend eine neue Bürgerbewegung, die sich abseits der bereits ausgetretenen politischen Pfade bewegt und sich viel stärker auch den Bürgern gegenüber öffnet“, erklärte Strache vor Journalisten. Das „Team HC Strache“ soll dementsprechend eine „neue, moderne Bewegung“ sein, die sich der „Geschichte der freiheitlichen Bewegung“ und ihren Grundwerten „Identität, Freiheit und Verantwortung“ verpflichtet fühlt.

In einem Grundsatzpapier, das nach der Präsentation auf der Homepage veröffentlicht wurde, heißt es darüber hinaus, das „Team HC Strache“ wolle die individuellen Rechte und Pflichten der Bürger in den Mittelpunkt stellen. Ziel sei weiters die Stärkung regionaler und nationaler Interessen. Die Souveränität Österreichs dürfe man „nicht auf dem Altar einer zentralistischen Europäischen Union opfern“, so Strache. „Wir sehen uns als Gegengewicht und Gegenbewegung zu einer völlig aus dem Ruder laufenden Globalisierung der Welt und einer Gesellschaft, die immer mehr entwurzelt wird.“

Strache-Freund Höbart wechselt

Im Zuge der Pressekonferenz verkündete Strache außerdem den Wechsel des ehemaligen niederösterreichischen FPÖ-Landeschef Christian Höbart zum Team. Er soll neuer Generalsekretär und Wahlkampfleiter für die Wien-Wahl werden. Die beiden verbindet eine langjährige Freundschaft, wie Strache bei der Vorstellung betonte.

Höbart selbst verwies auf das Sprichwort „Der Verstand sucht, das Herz findet“. Beides habe letztlich zu diesem Schritt geführt, erklärt er. Der FPÖ warf er vor, Strache nach dem Ibiza-Skandal „regelrecht über Bord geworfen“ zu haben. Seither sei sie eine „völlig andere“ Partei, eine „leere Hülle ohne Führung“ geworden, meinte der Ex-FPÖ-Nationalratsabgeordnete.

Strache will Rot-Grün verhindern

Bei der kommenden Gemeinderatswahl in Wien will Strache als Spitzenkandidat antreten. Erklärtes Ziel ist es, eine starke Opposition im Gemeinderat zu bilden und eine rot-grüne Mehrheit zu verhindern.

2 Comments

2 Comments

  1. Avatar

    Widerstand.

    15. Mai 2020 at 14:32

    Herr Strache hat offensichtlich den bequemen Weg gewählt, Herr Kickl und die IB sind ihm zu extrem, damit wird er den Jubel der Mainstreamlügenpresse erhalten, vor allem aber, weil er das rechte Lager schwächen wird, dafür bekommt er Einladungen vom Schneebrunzer. So eine Bürgerbewegung nützt niemandem, Herumeierer gibt es genug, darüber lacht das System.

  2. Avatar

    Peter Aschbacher

    15. Mai 2020 at 15:28

    Wie will er wohl die „Souveränität Österreichs“ mit konkreten Inhalten füllen? Allein eine Deklaration von Absichten wird für viele Wähler zu wenig sein.

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