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Gesellschaft

Ramadan und COVID-19: Muezzine sollen „Betet zu Hause“ rufen

Monika Šimić

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Die Muezzine in Deutschland könnten ihren üblichen Ruf an die Coronavirus-Krise anpassen, so der Vorschlag von Ayman Mazyek.

Köln/Wien. – An diesem Freitag beginnt der muslimische Fastenmonat Ramadan. Aufgrund der aktuellen Verordnungen und Corona-Maßnahmen können Muslime aber nur im engen Familienkreis feiern. Zusammenkünfte nach Sonnenuntergang zum Fastenbrechen und zum nächtlichen Gebet in der Moschee sind nämlich in vielen Ländern der Welt, darunter auch Österreich und Deutschland, untersagt. Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) hat nun vorgeschlagen, den Gebetsruf der Muezzine an die aktuelle Situation anzupassen.

„Betet zu Hause“

Während der Coronavirus-Krise könnten die Muezzine in Deutschland den üblichen Ruf „Kommt her zum Gebet“ in „Betet zu Hause“ umwandeln, so der Vorschlag des Vorsitzenden des ZMD, Ayman Mazyek. So werde es in vielen Teilen der islamischen Welt derzeit praktiziert. Es handele sich um einen in jeder Hinsicht außergewöhnlichen Ramadan, sagte Mazyek. Neben den Zusammenkünften in Moscheen, die heuer ausbleiben, sind nämlich auch Reisen zu den heiligen Stätten des Islam nicht möglich. Moscheen weltweit sind wie auch Kirchen und Synagogen geschlossen.

Gottesdienste in Österreich ab 15. Mai

In Österreich sollen Gottesdienste ab 15. Mai aber wieder möglich sein. Dann wollen auch die Moscheen wieder stufenweise öffnen, wobei sie die abendlichen Gemeinschaftsgebete wärend des Fastenmonats und die Freitagsgebene mit großer Wahrscheinlichkeit auch weiterhin aussetzen werden, wie der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ), Ümit Vural, in einem Interview mit der Tiroler Tageszeitung betonte. Man müsse nämlich noch klären, wie Moscheegemeinden die Corona-Maßnahmen, also Abstandhalten, Maskentragen und Desinfektion, einhalten können.

Wenn er verkündet, dass die Moscheen wieder geöffnet sind, werden wohl viele Muslime wieder zum Beten kommen. „Dann haben wir unüberschaubare Zustände und wir können die Sicherheit und Gesundheit unserer Gläubigen und Mitmenschen nicht gewährleisten“, so Vural im Interview. Man werde bei der Öffnung aber jedenfalls darauf achten, dass die Gläubigen ihre eigenen Teppiche und Masken mitnehmen. Man müsse auch vorab die Gebetsplätze markieren und es nicht den Menschen überlassen, wo sie sich hinstellen, weil nur eine Person pro 20 m² erlaubt ist. Die Gläubigen müssen zudem zwei Meter Abstand zueinander halten. „Es werden Ordner vor den Moscheen nötig sein, die kontrollieren, wie viele Personen in die Moscheen reingehen. Und die gesamte Moscheenlandschaft arbeitet auf ehrenamtlicher Basis, diese müssten wir jetzt erst wieder mobilisieren“, erklärte der IGGÖ-Präsident.

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1 Comment

1 Comment

  1. Avatar

    Widerstand.

    24. April 2020 at 19:31

    Die Verantwortlichen fürden FAKE MÜSSEN INS GEFÄNGNIS, sonst KOMMEN WIR IN DAS GEFÄNGNIS, weil wir die Freiheit verlieren oder schon verloren haben.
    WIDERSTAND, GEWALTFREI und mit HIRN.

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