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Österreich

Österreich schickt Griechenland Container für Migrantenlager

Monika Šimić

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Für die Grünen-Politikerin Ewa Ernst-Dziedzic sind die Container allerdings nur ein erster Schritt. Weitere Schritte müssten folgen, denn man dürfe Griechenland gerade jetzt nicht alleine lassen.

Wien/Athen. – Österreich will mit der Bereitstellung von 181 Containern für die Unterbringung und sanitäre Einrichtung Griechenland bei der Eindämmung des Coronavirus in Migrantenlagern unterstützen. Die EU-Kommission in Brüssel gab heute bekannt, dass Österreich die Container über den EU-Zivilschutzmechanismus bereitgestellt hat. Für die außenpolitische Sprecherin der Grünen, Ewa Ernst-Dziedzic, ist das ein „erster wichtiger Schritt“.

Griechenland nun „besser ausgestattet“

Die Kosten für die Lieferung der spezialisierten Container, die auch als Duschen und Toiletten dienen sollen, wird die EU-Kommission kofinanzieren, wie die Behörde mitteilte. Der für das Krisenmanagement zuständige EU-Kommissar Janez Lenarcic dankte Österreich für den Beitrag. „Die Coronavirus-Pandemie hat ganz Europa getroffen, inklusive die Flüchtlinge und Migranten in Griechenland“, sagte er. Dank des österreichischen Beitrags werde Griechenland besser ausgestattet sein, um die Ausbreitung des Virus unter den besonders verwundbaren Migranten zu verhindern.

„Weitere Schritte müssen folgen“

Die zugesagte Entsendung von 181 Containern für Unterbringung und sanitäre Einrichtung bezeichnete Ewa Ernst-Dziedzic als „ersten Beitrag“ zu einer Verbesserung der hygienischen Bedingungen in griechischen Migrantenlagern. Im letzten außenpolitischen Ausschuss hätten alle Fraktionen außer der FPÖ ihren Entschließungsantrag an die Bundesregierung angenommen, gezielt logistische, medizinische und finanzielle Mittel für die Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln bereitzustellen, heißt es in einer aktuellen Aussendung der Grünen. Darin werde die Bundesregierung dazu aufgefordert auf der Basis des von Seiten Griechenlands definierten Bedarfs, Unterstützung u.a. bei der medizinischen und psychologischen Betreuung der Migranten, anzubieten.

„Die Corona-Krise hat die Dringlichkeit, in den Flüchtlingslagern Maßnahmen zu ergreifen, drastisch erhöht. Solange die Menschen vorort nicht in andere Unterkünfte gebracht werden, braucht es eine sofortige Sicherstellung, dass sie in den Camps vor Ansteckung geschützt werden. Das ist ein wichtiger erster Beitrag, weitere Schritte müssen folgen. Wir dürfen Griechenland gerade jetzt nicht alleine lassen“, so Ernst-Dziedzic.

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