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Gesellschaft

Antifa: Linksextreme Angriffe auf Büros von SPD und Grüne

Stefan Juritz

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Für gewöhnlich greifen Linksextreme vor allem Einrichtungen der AfD an. Doch diesmal traf es offenbar SPD und Grüne. Hintergrund scheint die aktuelle Asylpolitik zu sein.

Wuppertal/Bremen. – In den vergangenen Tagen sind zwei Parteibüros von SPD und Grüne von mutmaßlich linksextremen Tätern angegriffen worden. In der Nacht auf vergangenen Donnerstag wurden laut Polizeiangaben drei Pflastersteine und zwei Farbflaschen auf und in das Wahlkreisbüro des SPD-Bundestagsabgeordneten Helge Lindh in Wuppertal geworfen. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

Hintergrund: Asylpolitik

Ein mutmaßliches Bekennerschreiben findet sich seit Donnerstag auf einer einschlägigen, linksextremen Online-Plattform. „Wir wissen, dass die Aktion leider nur symbolisch war und in Anbetracht des von Europa, Deutschland und seiner Regierung, der SPD zu verantwortendem Leid auf den griechischen Inseln und an der EU-Außengrenze schwerlich angemessen sein kann“, schreiben die mutmaßlichen Täter. Man habe mit der Aktion „unserer Wut Ausdruck verleihen“ und „ein bisschen den Druck erhöhen“ wollen. „Die Menschen aus Moria müssen endlich aus ihrer Situation befreit werden. Sie befinden sich in der Todesfalle! Und es wäre problemlos möglich sie alle in Deutschland, ach was in Wuppertal unterzubringen.“

Weiters wird in dem Schreiben für „mehr oder deutlichere militante Aktionen“ geworben. Den SPD-Politiker Lindh nennen die Urheber außerdem eine „Schande für jede antirassistische und antifaschistische Bewegung“.

Mutmaßliche Linksextreme beschmieren Grünen-Büro

Ebenfalls in der Nacht auf Donnerstag traf es das Parteibüro der Grünen in Bremen. Dort beschmierten bislang unbekannte Täter die Fassade mit weißer Farbe. Auch in diesem Fall wurde auf derselben linksextremen Plattform ein mutmaßliches Bekennerschreiben mit Bezug zur Asylpolitik veröffentlicht: „Wir haben dies getan, um ein Zeichen der Solidarität und Verbundenheit an die Menschen in den zentralen Aufnahmestellen in Bremen, Halberstadt, Ellwangen und Suhl zu senden. Und an all diejenigen, die weltweit ihr Dasein in Camps, Lagern, Heimen und Knästen fristen müssen.“ Das Parteibüro der Grünen habe man gewählt, weil die Partei für die Dublin-II-Verordnung, die EU-Grenzschutzagentur Frontex und in Bremen für die „unhaltbaren und menschenverachtenden Zustände“ in der Asylunterkunft in der Lindenstraße mitverantwortlich seien, erklären die mutmaßlichen Täter.

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