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Gesellschaft

Wegen Corona-App: Linksextreme verüben Brandanschlag in Berlin

Julian Schernthaner

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Am Dienstag kam es in der Berliner Franklinstraße zu Stromausfällen, nachdem eine linksextreme Gruppierung einen Brandsatz in eine Baugrube geworfen hatte. Der Staatsschutz ermittelt. 

Berlin. – Die Entwicklung von Applikationen für Mobiltelefone, mit deren Hilfe man Infizierte und deren Kontakte nachvollziehen kann, steht derzeit in breiter Kritik. Während die meisten Bürger auf beiden Seiten des Spektrums ihre Ablehnung allerdings friedlich kundtun, nutzten Linksextreme in Berlin die Gelegenheit, um ihrer Zerstörungswut freien Lauf zu lassen.

Heinrich-Hertz-Institut als Anschlagsziel

Wie die BZ berichtet, warfen die Extremisten einen Brandsatz in eine Baugrube im Stadtteil Charlottenburg-Wilmersdorf. Dort lagen Versorgungsleitungen frei – und tatsächlich hatte der Anschlag einen Effekt: In mittelbarer Umgebung fiel kurzzeitig der Strom aus. Das eigentliche Ziel war das Heinrich-Hertz-Institut.

Diese Einrichtung für Nachrichtentechnik hat ihren Sitz am Einsteinufer am Rande des Campus der Technischen Universität. Die Forschungsstelle gehört zur Fraunhofer-Gesellschaft. Dieses arbeitet derzeit an einer Tracing-App, die zur Eindämmung des Corona-Virus zum Einsatz kommen soll.

Dass auch einige andere Großunternehmen Anlieger sind, war den Tatverdächtigen, deren Gruppierung offenbar bereits im Jahr 2018 einen Brandanschlag auf kritische Infrastruktur verübt hatte, nach bisherigem Wissenstand ebenfalls billig.

Bekennerschreiben auf bekannter Linksaußen-Plattform

In einem auf der einschlägigen Plattform Indymedia veröffentlichten Bekennerschreiben rechtfertigen die mutmaßlichen Täter ihre Aktion. Sie hätten damit der „Aufweichung der Grundrechte und dem Ausbau der Überwachungsmaßnahmen“ entgegenwirken wollen. Sie sprechen von der Notwendigkeit, dieses Projekt „politisch zu sabotieren“. Am Ende des ellenlangen Textes sprechen sie davon, dass „eine umfassende Umwälzung und Überwindung patriarchaler, kolonialer und kapitalistischer Verhältnisse“ vonnöten sei.

Schwere Kritik am Anschlag kam vom CDU-Landesvorsitzenden Kai Wegner. Der „politische Meinungskampf“ sei „mit der Kraft der Argumente, nicht mit der Zerstörungskraft von Brandsätzen“ zu führen, so die deutliche Ansage des Unionspolitikers.

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