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Österreich

Nach Aufregung: Nehammer dementiert Asyl-Gerüchte

Julian Schernthaner

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Nachdem in den vergangenen Tagen mehrere Sichtungen angeblich neuer Migranten in der Nähe von Asylheimen für Wirbel sorgen, beschwichtigt Karl Nehammer (ÖVP) nun. 

Wien. – Wie der Innenminister in einer Aussendung zu Protokoll gibt, fände derzeit kein Anstieg von Asylgesuchen in Österreich statt. Bei solchen Darstellung handle es sich lediglich um „Falschnachrichten diverser Oppositionspolitiker“. Tatsächlich gäbe es seit Beginn der Coronakrise vielmehr einen deutlichen Rückgang an Asylanträgen.

Nehammer: „Für Bedarfsfall gerüstet sein“

Seit Beginn der Woche sorgten Ankünfte von Migranten zuerst in Wildon in der Südsteiermark, dann in Ossiach in Kärnten für Unmut in der Bevölkerung. Gerade vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Coronakrise befürchten die Bürger die Einschleppung von Infektionen in ihre Gemeinden. Am Mittwoch verdichteten sich dann die Informationen, wonach sowohl in Leoben als auch in Spital am Semmering ehemalige Asylunterkünfte reaktiviert würden – Die Tagesstimme berichtete.

Wie Nehammer nun beteuert, gehe es dabei lediglich darum „für den Bedarfsfall gerüstet zu sein“ und „Ausweichmöglichkeiten zu schaffen“. Etwa für den Fall, dass andere Betreuungseinrichtungen unter Quarantäne gestellt werden müssen. Die Maßnahme der Wiedereröffnung diene daher „einzig und alleine dazu, eine etwaige Aufteilung auf weitere Quartiere zu ermöglichen“. Seit dem Anfang der Coronakrise seien die Asylanträge in Österreich „um rund zwei Drittel“ rückläufig.

Auch scharfer Rückgang bedeutet hunderte Ankünfte

Eine kurzer Faktencheck offenbart, dass ein derartiger Rückgang dennoch die Ankunft mehrerer hundert frischer Migranten bedeuten würde. Denn in den letzten zwölf Monaten gab es in Österreich stets über 1.000 Asylanträge. Nach dem Jänner als Rekordmonat in diesem Zeitraum mit 1.504 Anträgen waren es im Februar 1.104 Stück.

Die offiziellen Zahlen für den März liegen noch nicht vor. Abhängig davon, ab welchem Datum man die Asylkrise rechnet, würde dies trotzdem zwischen 300 und 400 Anträgen – oder etwa hundert pro Woche bedeuten. Ein Befund, der viele Österreicher, die seit Eintritt der Maßnahmen die Grenze selber nur mehr in Ausnahmefällen überschreiten dürfen, wohl nicht abschließend beruhigen wird…


Weiterlesen: 

Nein zu heimlichen Asyl-Tricks: Das Gebot der dichten Grenze (Kolumne, 26.3.2020)

Steiermark: Zwei weitere Asylheime sollen in Betrieb gehen! (25.3.2020)

Kärnten: Wirbel um 40 neue Migranten in Asylheim (24.3.2020)

Wildon: Asylwerber offenbar ohne Ankündigung plötzlich einquartiert (23.3.2020)

2 Comments

2 Comments

  1. Avatar

    Daniela

    26. März 2020 at 17:42

    Das Stellen von Asylanträgen und der tatsächliche physische Aufenthalt von Asylsuchenden muss ja nicht zwingend übereinstummen. Gesetzlich ja schon, aber wer kann schon mit Sicherheit sagen, daß da nicht wieder getrickst und betrogen wird ?

  2. Avatar

    Gotthelm Fugge

    27. März 2020 at 10:13

    Publizisten stellten die Frage:
    ““Wie sollte das Wirtschafts- und Sozialsystem nach der Corona-Krise wiederaufgebaut werden?““

    Auf keinem Fall auf Basis der irrealen DE-grünen Habeck-Baerbock-GE-Roth-Wahn(witzigen)-Alp-(Feucht-)-Atavismus-Träume.
    Ist identisch mit Grünen Österreichern:

    Aus der Mühle schaut der Müller,
    der so gerne mahlen will.
    Stiller wird der Wind und stiller,
    und die Mühle stehet still.

    ”So geht’s immer, wie ich finde!“
    rief der Müller voller Zorn.
    „Hat man Korn, so fehlt’s am Winde,
    hat man Wind, so fehlt’s am Korn.“

    Wilhelm Busch

    Mehr braucht es dazu nicht zu sagen.
    Ist gemäß der Metapher auf alles übertragbar, was diese Kohorte so von sich gibt.

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