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Gesellschaft

Coronavirus: Heiligenblut unter Quarantäne gestellt

Monika Šimić

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Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus werden in Österreich immer mehr Maßnahmen gesetzt.

Wien. – In Österreich ist die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Personen am Nachmittag weiter angestiegen. Das Gesundheitsministerium meldete mit Stand 15.00 Uhr insgesamt 655 Fälle, wobei 7.467 Verdachtsfälle getestet wurden. Die meisten Fälle hat Tirol (206), danach folgen Oberösterreich (116), Wien (101), Niederösterreich (82), Steiermark (71), Salzburg (30), Burgenland (10), Vorarlberg (34) und Kärnten (5).

Heiligenblut: Quarantäne bis Ende März

In Kärnten ist der Ort Heiligenblut am Samstag unter Quarantäne gestellt worden. Zwei Personen, die sich infiziert haben, und drei Verdachtsfälle befinden sich in häuslicher Quarantäne. Die Verdachtsfälle hätten sich jedoch nicht bestätigt, wie es am Samstagnachmittag hieß. Laut Verordnung der Bezirkshauptmannschaft wurde in Heiligenblut die Ein- und Ausreise verboten. Einheimische und österreichische Gäste wurden aufgefordert, sich  – wenn möglich – nicht oder nur für unbedingt notwendige Fahrten auf die Straße zu begeben, in ihren Quartieren und Häusern zu bleiben und Ruhe zu bewahren. Viele Urlauber verließen nach dem Vorbild der bereits isolierten Tiroler Regionen den Ort.

Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) sprach von einem notwendigen Schritt, Heiligenblut unter Quarantäne zu stellen, um die Bevölkerung vor der Ausbreitung des Coronavirus zu schützen. Die Verordnung nach dem Epidemiegesetz wird bis zum 29. März dauern.

Grenzkontrollen zwischen Österreich und Schweiz

Erst am Freitag hatte die türkis-grüne Bundesregierung weitere einschneidende Maßnahmen angekündigt, die die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus eindämmen und mit Montag in Kraft treten sollen (Die Tagesstimme berichtete). Wie bereits angekündigt, sind heute folglich auch die Grenzkontrollen zwischen Vorarlberg und der Schweiz mit mobilen Einsatzteams aufgenommen worden. Vorerst handle es sich dabei um Sicherheitskontrollen, weder wurden alle Autos angehalten noch systematisch die Lenker überprüft, berichtete der ORF. 

Auch das österreichische Bundesheer unterstützt den Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Derzeit sind 66 Soldaten im Einsatz und unterstützen etwa zivile Behörden in Wien, Tirol und Vorarlberg. „Das Bundesheer steht in ganz Österreich bereit, um Behörden und Institutionen bei ihren Tätigkeiten zu unterstützen“, sagte Ministerin Klaudia Tanner (ÖVP). Man sei in der Lage, „jederzeit und rasch zu helfen und unsere Expertise einzubringen“, so Tanner.

Informationen zu Verhaltensregeln im Umgang mit dem Coronavirus stehen auf der Website des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) nunmehr auf elf Sprachen zur Verfügung und können dort kostenlos heruntergeladen werden: https://www.integrationsfonds.at/newsbeitrag/covid-19-mehrsprachige-informationen-zu-wichtigen-hygiene-und-verhaltensregeln-5339

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