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Gesellschaft

Jungsozialisten bedrängen Patrioten vor Griechenland-Solidemo

Julian Schernthaner

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Im Vorfeld einer Demonstration vor der griechischen Botschaft in Wien kam es am Wiener Karlsplatz zu einer Auseinandersetzung. Dabei involviert waren linksgerichtete Demonstranten und eine kleine Gruppe aus dem patriotischen Lager.  

Wien. – Die Bürgerbewegung Die Österreicher (DO5) hatte in sozialen Medien zu einer Kundgebung am Samstagmittag mobilisiert. Die Veranstaltung, zu der etwa 100 Personen kamen, fand unter dem Motto „Solidarität mit den Verteidigern Europas“ statt. Außerdem forderten sie die Freilassung des am Freitag in der Türkei wegen „Beleidigung des Türkentums“ inhaftierten patriotischen Journalisten Ignaz Bearth.

Sellner: Linksextreme entwendeten Lautsprecher-Schubwagen

Gegen diese Kundgebung formierte sich außerdem am Karlsplatz eine Gegendemonstration der Sozialistischen Jugend mit etwa 80 Personen. Als Identitären-Chef Martin Sellner und eine Handvoll weitere Personen diese passierten, kam es zum Eklat. Offenbar versuchten vermummte Personen aus der linken Kundgebung, Lautsprecher und Materialien der patriotischen Aktivisten zu entwenden. Diese setzten sich daraufhin zur Wehr, ein Polizeieinsatz war die Folge.

Sellner äußerte sich später auf YouTube zu dem Vorfall, den er als „Raubüberfall“ bezeichnete. Personen aus der Mitte der Kundgebung der SPÖ-Vorfeldorganisation hätten versucht, seine Begleiter zu attackieren, einen Aktivisten zu Boden zu reißen und einen Lautsprecher-Schubwagen versteckt. Man habe sich darauf mittels Pfefferspray zur Wehr gesetzt.  Erst nach Intervention der Behörden und einer langen Debatte habe man die Utensilien herausgerückt.

SJ Wien spricht von „gewaltbereiten Neofaschisten“

Die SJ Wien wiederum stellte den Vorfall völlig anders dar: „Gewaltbereite Neofaschisten“ hätten ihre Kundgebung angegriffen. Diese Behauptung unterlegten sie auf Twitter mit einem Video, auf dem nicht viel außer einer Menschentraube zu erkennen ist. Für Sellner ist diese Darstellung „unglaublich verlogen“, alleine schon anhand des Umstandes, dass sie selbst vier bis fünf Personen gewesen wären und das Gegenüber mindestens zehn Mal so viele. Dass eine Gruppe aus dem Dunstkreis der SPÖ „linksextremen Terroristen und Gewalttätern“ Schutz gewähren würde, sei ein „neuer Tiefpunkt“.

Linker Vordenker fordert Identitären-Verbot

Die mediale Rezeption des Vorfalls fiel freilich näher an der SJ-Version aus: Das Portal oe24.at schrieb etwa von einer „rechtsextremen Attacke“ auf einen SJ-Infostand. Der linke Schriftsteller Robert Misik forderte eine Distanzierung der FPÖ von den Identitären sowie ein Verbot der patriotischen Protestgruppe, die er sogleich vollmundig als „terroristische Vereinigung“ verunglimpfte.  Die LPD Wien bat die Kommentatoren unterdessen um Geduld, weil man die Faktenlage erst aufklären müsse.

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