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Deutschland

Giffey (SPD) fordert Frauenquote für Vorstände von Großunternehmen

Joshua Hahn

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Die verpflichtende Quote für große deutsche Unternehmen soll noch in diesem Jahr durchgesetzt werden. 

Berlin. –  Die Familienministerin Franziska Giffey (SPD) hat sich erneut für eine Frauenquote für Vorstände in Großunternehmen ausgesprochen. Ein entsprechender Gesetzentwurf liege dem Kanzleramt bereits vor. 

Quote von mindestens einer Frau in Vorständen

Konkret erklärte die sozialdemokratische Familienministerin gegenüber dem „SWR„, dass sie eine Frauenquote von mindestens einer Frau in Vorständen von Unternehmen fordert, welche mindestens vier Vorstandsmitglieder haben. Außerdem müssten die Unternehmen mindestens 2.000 Angestellte unterhalten, um von der Regelung betroffen zu sein. 

Eine Quote halte sie für „absolut zeitgemäß“. Im Idealfall solle das Gesetz noch im Jahr 2020 verabschiedet werden – „Wir wollen das in diesem Jahr hinbekommen“. Freiwillige Bekenntnisse der Unternehmen würden nach Ansicht von Giffey nicht mehr ausreichen. 

„Männerclubs nicht zeitgemäß“

„Männerclubs“ bezeichnete die Sozialdemokratin unter Bezug auf Aussagen von Gewerkschaften im genannten Interview als „nicht mehr zeitgemäß“.

Das Thema Frauenquote für Unternehmen wird seit geraumer Zeit diskutiert. Seit dem Jahr 2016 gilt eine solche bereits für Aufsichtsräte von Großunternehmen. Diese müssen aktuell mindestens 30 Prozent der Posten mit Frauen besetzen. Wie der „Deutschlandfunk“ berichtet, liegt der aktuelle Frauenanteil in deutschen Unternehmensvorständen bei circa zehn Prozent. 

7 Comments

7 Comments

  1. Avatar

    Zickenschulze

    18. Februar 2020 at 14:40

    Ob Männerclubs zeitgemäß sind oder nicht, das lasst mal die Betroffenen selbst entscheiden.
    Aber eine Frauenquote zwingend wofür?
    Wenn eine Frau dies von sich aus erstrebt, stehen ihr dazu bereits alle Wege offen.
    Warum nicht? Aber unter Zwang?
    Damit eine unbefriedigte in die Lage versetzt werden soll eine geordnete Welt auf den Kopf zu stellen?

  2. Avatar

    Klasube

    18. Februar 2020 at 14:42

    Na, na, Frau Giffey. Die Vorstandsetagen deutscher Großunternehmen „Männerclubs“ zu nennen, geht dann vielleicht doch ein wenig an der Realität vorbei und implementiert irgendwie den Gedanken an Wein, Weib und Gesang…
    Ich bin überzeugt, stünden mehr kompetente weibliche Bewerberinnen zur Verfügung, würde man auch mehr davon in den Vorstandsetagen vorfinden. „Angebot und Nachfrage“ sei hier erwähnt.
    Ich denke nicht, dass die Berufung zum Vorstand nach dem Motto geht: „die ist zwar gut, aber die nehmen wir nicht, weil sie eine Frau ist“.
    Der Staat sollte sich beim Reglementieren auf das beschränken, was wirklich geregelt werden muss und sich nicht in Dinge einmischen, die ihn nichts angehen…!

  3. Avatar

    Heimatvertriebener

    18. Februar 2020 at 15:30

    In Autozeitschrifet lese ich erstaunlich viele Vermerke über Frauen auf Vorstandsposten der Auto- und Zulieferindustrie.
    Persönlich fordere ich aber eine 100%ige Frauenquote – auf Damentoiletten. Der jetzige Zustand mit bis zu 60 dort anzutreffenden Geschlechtern ist unhaltbar.

  4. Avatar

    Tobias

    18. Februar 2020 at 17:24

    Wieso dürfen Bürger, die von Wirtschaft keine Ahnung haben, Politiker wählen, die von Wirtschaft keine Ahnung haben, damit diese Gesetze erlassen, die der Wirtschaft womöglich schaden? Ich hatte den ehemaligen Bundespräsidenten Gauck so verstanden, dass die Eliten nicht das Problem sind, sondern die Wähler, die nicht in der Lage seien die richtigen Entscheidungen zu treffen, weil sie komplexe Sachverhalte nicht erfassen könnten. Wieso gilt das hierbei nicht?!
    Und was hält Frauen eigentlich davon ab, Großunternehmen aufzubauen?

    • Avatar

      Zickenschulze

      19. Februar 2020 at 11:09

      „Und was hält Frauen eigentlich davon ab, Großunternehmen aufzubauen?“
      Warum die Ochsentour beschreiten, wenn es Neurotizismus über die Horizontal Linie im Handumdrehen schafft?

      • Avatar

        Tobias

        19. Februar 2020 at 15:31

        … um sich dann Jahre später – ganz gemäß Entität – über die zuvor erfolgreich angewandte Horizontal Linie zu beschweren, … siehe Weinstein!
        lol, 5 Euro in die Chauvi-Kasse! 😉

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          Zickenschulze

          20. Februar 2020 at 7:53

          Bravo.
          Ein Beispiel zur Veranschaulichung, weil immer eine darunter sein wird, die später ihr Erinnerungsvermögen von 1 + 1 ausblendet und neue Fakten über die alten Rahmenbedingungen drüber zieht.

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