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Deutschland

Kramp-Karrenbauers Nachfolge soll bis zur Sommerpause geklärt werden

Monika Šimić

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Nach Kramp-Karrenbauers Rückzugs-Ankündigung wünschen sich viele Mitglieder der Union Klarheit über den künftigen Parteivorsitz. Sie selbst warnt jedoch vor übertriebener Eile.

Berlin. – Die scheidende CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat ihre Absicht bekräftigt, die personellen Fragen rund um ihre Nachfolge bis zur Sommerpause zu klären. Dieses „Ziel“ habe sie am Montag im Präsidium sowie im Bundesvorstand ihrer Partei „deutlich gemacht“, sagte sie in einem Interview mit den ARD-„Tagesthemen“. Dennoch warnte sie auch vor einer übereilten Entscheidung über ihre Nachfolge.

Stabilität Deutschlands im Blick behalten

„Es besteht jetzt kein Grund darin, innerhalb von 24 Stunden irgendeine eine Entscheidung zu treffen“, sagte sie am Freitagabend im ARD. Angesichts der internationalen Lage und der Bedeutung Deutschlands müsse man immer auch die Stabilität des Landes im Blick behalten – „auch bei parteipolitischen Entscheidungen“. Kramp-Karrenbauer bestätigte aber mittlerweile, dass sie kommende Woche Einzelgespräche „mit den drei potentiellen Kandidaten“ führen werde. „Erst danach kann man sehen, wie es weitergeht.“ Am 24. Feber werde sie die CDU-Spitzengremien dann über die Gespräche informieren. Danach wird entschieden, wie es weitergehen soll.

Merz, Laschet, Spahn als mögliche Nachfolgekandidaten

Nach dpa-Informationen will sich Kramp-Karrenbauer am kommenden Dienstag mit dem früheren Unionsfraktionschef Friedrich Merz treffen. Merz hat eine definitive Festlegung in der Öffentlichkeit bisher zwar vermieden, aus seinem engsten Umfeld heißt es aber, er sei zu einer Kandidatur entschlossen. Außer ihm werden der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet und Gesundheitsminister Jens Spahn als aussichtsreiche Kandidaten gehandelt.

Kurz wünscht sich klare Verhältnisse

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) erwartet indes keine negativen Auswirkungen der ungeklärten CDU-Führungsfrage auf europäischer Ebene. Am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz sagte Kurz am Freitagabend, dass er für die deutsche Ratspräsidentschaft in der Europäischen Union im zweiten Halbjahr „überhaupt keine Bedenken“ habe. Er wünsche sich allerdings klare Verhältnisse: „Wir sind Schwesterpartei und haben daher natürlich ein Interesse daran, dass sich die CDU/CSU gut entwickelt und als Nachbarland Deutschlands haben wir natürlich Interesse daran, dass es politische Klarheit in Deutschland gibt“, so Kurz.

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hatte am Montag ihren Verzicht auf die Kanzlerkandidatur erklärt, auch für die Parteispitze will sie nicht mehr kandidieren.

1 Comment

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  1. Avatar

    Heimatvertriebener

    15. Februar 2020 at 22:07

    Vermutlich setzt Merkel alles daran, dass es der Lasche aus NRW wird. Dann kann sie ja sogar weiterregieren.

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