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Deutschland

Elmar Brok (CDU) vergleicht WerteUnion mit „Krebsgeschwür“

Joshua Hahn

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Die innerparteilichen Fronten bei den Christdemokraten verschärfen sich weiter. Nachdem am Montagmittag Annegret Kramp-Karrenbauer den Chefposten abgab, schossen nun mehrere CDU-Politiker erneut in Richtung WerteUnion.

Berlin. – Elmar Brok forderte nun zum Beispiel ein härteres Vorgehen gegen die konservative Strömung innerhalb der CDU und beschimpfte diese wüst. Gegenüber der Welt forderte das ehemalige Mitglied des EU-Parlaments, dass man die WerteUnion „rauswerfen“ müsse, sollte diese weiter gegen die „Prinzipien der CDU“ verstoßen. 

Brok will „klare Kante gegen Abweichler“

Laut Brok würde die CDU „klare Kante gegen solche Abweichler machen müssen, nach rechts und nach links.“ Man könne als Partei der Mitte nicht aus taktischen Überlegungen mit diesen beiden Seiten gehen – auch vor dem Risiko eines Wahlverlustes. Politiker, welche einer Zusammenarbeit mit der AfD trotzdem positiv gegenüberstehen, hätten in der Partei jedenfalls keinen Platz.

„Wer es trotzdem fordert oder gar tut, muss die CDU verlassen“, so Brok weiter. Immer wieder werden vereinzelt Stimmen laut, gerade in den neuen Bundesländern, wo die AfD stark ist, dieses Paradigma zu überdenken. Reif scheint diese Zeit freilich nicht: In Thüringen reichte bereits die Wahl eines FDP-Kandidaten zum Ministerpräsidenten mithilfe der Stimmen auch der AfD, um eine bundesweite politische Krise auszulösen.

„Krebsgeschwür mit aller Rücksichtslosigkeit bekämpfen“

Weiter gab Brok an, dass man die WerteUnion „mit aller Rücksichtslosigkeit“ bekämpfen müsse – sie sei ein „Krebsgeschwür“, das ansonsten „in die Partei hineinkriechen“ könne. Wenn man „diesen Leuten einen Finger“ gebe, nähmen sie „die ganze Hand“.

Vor dem Hintergrund des Wahljahres in den USA verwies der Christdemokrat dem Spiegel zufolge zudem auf das angeblich „tragische“ Schicksal der Republikaner, welches man mit der aktuellen Situation bei den Christdemokraten vergleichen könne. Rechtspopulisten hätten in Amerika „die einst so stolzen Republikaner zur Trump-Partei gemacht“.

Unlängst forderte Christian Bäumler, Vizepräsident der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft, dass es einen Unvereinbarkeitsbeschluss gegenüber der WerteUnion geben müsse – die Tagesstimme berichtete.


Weiterlesen:

Bäumler (CDU) fordert Unvereinbarkeitsbeschluss gegenüber der „Werteunion“ (8.2.2020)

7 Comments

7 Comments

  1. Avatar

    Michael Buchholz

    11. Februar 2020 at 9:20

    … merkt der / merken die eigentlich noch die Einschläge?!?
    Zitat: „… Man könne als Partei der Mitte nicht aus taktischen Überlegungen mit diesen beiden Seiten gehen …“
    Ernsthaft jetzt?! Partei der Mitte?! Ich habe seit langem nicht mehr über so viel Dämlichkeit gelacht…
    Eine Partei der Mitte ist die CDU schon lange nicht mehr. Die liegen schon in Massen mit dem linken Rotz im Bett und haben schon reichlich Kinder daraus gezeugt (bildlich gesprochen).
    Vor langer, langer Zeit war die CDU tatsächlich mal die Partei in der Mitte des Spektrums; diesen Platz hat jetzt die AfD eingenommen, nachdem die CDU diesen Platz mit ihrem anhaltenden Linksdrall frei gemacht hat.
    Lange Rede, kurzer Sinn: Lächerlicher geht’s kaum noch…

  2. Avatar

    Widerstand.

    11. Februar 2020 at 9:33

    MERZ IST EINE MOGELPACKUNG, und was für eine.
    EIN HUNDERTPROZENTIGER SYSTEMVERTRETER.
    NOCH SCHLIMMER ALS KURZ.
    WENN DIE SOG. WERTEUNION MERZ ZUSTIMMT, IST AUCH DIESE ZU VERGESSEN.

  3. Avatar

    Klasube

    11. Februar 2020 at 10:37

    Dass Sie nicht unbedingt zum Kreis der Konservativen gehören, Herr Brok, ist bekannt. Dass Sie sich jetzt auf ein solch übles Niveau herablassen, Andersdenkende als „Krebsgewschwür“ zu bezeichnen, zeigt, dass Sie jetzt auch alle übrigen Werte verloren haben. Schämen Sie sich!
    Insofern sollten Sie einmal in sich gehen und darüber nachdenken, ob nicht vielleicht SIE der „Abweichler“ sind und sich selbst die „klare Kante“ geben“ sollten…!

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    Zickenschulze

    11. Februar 2020 at 11:12

    Hier liegt ein Resultat einer Vorgeschichte vor, die in einem jeder gegen jeden mündet.
    Dieser Herr selbst ist mir keine Zeile wert.
    Die Obfrau über ihn schaffte es nicht nur die Deutschen binnen 10 Jahren unter sich zu spalten, sie bringt es auch noch fertig ihre Partei, die sie groß machte in drei Teile zu zerlegen.
    Diese und andere Vorgänge bewerte ich als ein Exempel um eine „Frau“, die bis vor 600 Jahren damit auf dem Scheiterhaufen geendet wäre.
    Reihenweise strohdummer Opfer können mir nicht mal leidtun, wenn ihr Verstand, außer dem Zusammenrotten und blindlings dem Abgrund zurennen nicht weiter reicht.

  5. Avatar

    Heimatvertriebener

    11. Februar 2020 at 16:29

    Von der SPD lernen heißt verlieren lernen, ist heute anscheinend die Devise der CDU.
    Adenauer hat ja insofern Glück, dass er nicht mehr lebt, denn mit Sicherheit müsste die nächste Verliererpartei dann auch ihn rauswerfen.
    Aber das hätte er zuvor schon mit nicht ganz wenigen der heutigen Pfeifen getan.
    Das ist ja schon tragigkomisch. Eine Partei, die nach 1945 unter Adenauer einen der übelsten Nazi-Schreibtischmörder, Hans Globke, Mitautor und Kommnentator der berüchtigten, mörderischen und widerwärtigen Nürnberger Rassegesetze zum Staatssekretär machte – weil nach Adenauer „et ja auch mal jut sein musste“ (mit den Nazis) zieht heute überall Brandmauern gegen eine demokratisch gewählte und agierende Mitte/Rechts Partei, die überwiegend das Programm der CDU/CSU, und sogar inhaltlich die falschen, weil nicht eingehaltenen, Merkel-Sprüche, von vor 10-20 Jahren vertritt.

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    Dominik Hellenbeck

    11. Februar 2020 at 18:09

    Ja, über der reputierlich-harmlosen Werte-Union scheint sich Unbill zusammen zu brauen. Vorgeschickt wurden erstmal diejenigen Polit-Apparatschiks, die als berufslose Studienabbrecher mangels Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt durch die Parteigranden am leichtesten „formbar“ sind. So ein Elmar Brok, der bach erfolglosem Jura- und Politik-Studium (ohne Abschluß) als „Rundfunk- und Zeitungsjournalist“ und dann als bezahlter Lobbyist der Bertelsmann AG tätig war, von einer soliden Berufsausbildung samt Anschluß weiß Wikipedia nichts zu berichten (https://de.wikipedia.org/wiki/Elmar_Brok#Ausbildung_und_Beruf). Ebenso wie Herr Brok ist auch Annette Widmann-Mauz eine ausbildungslose Studienabbrecherin, die es in die sichere Parallelwelt der politischen Pöstchen und Ämtchen geschafft und sich dafür dem Parteiapparat auf Gnade und Ungnade ausgeliefert hat (https://de.wikipedia.org/wiki/Annette_Widmann-Mauz#Leben_und_Beruf) und die ihre Tätigkeit wohl laut „Spiegel“ mehr als private Pfründe versteht (https://de.wikipedia.org/wiki/Annette_Widmann-Mauz#Kritik). Die reale Aussicht, sich aufgrund fehlender persönlicher Qualifikation nach der Entfernung aus dem Politik-Betrieb am Boden der Gesellschaftspyramide wiederzufinden (siehe https://www.wiwo.de/erfolg/beruf/politiker-a-d-abgewaehlt-und-arbeitslos/9691706.html) diszipliniert halt ungemein, das macht lenkbar. Frau Widmann-Mauz – die bereits durch die Versendung entchristlichter „Weihnachts“-Karten ihre Bereitwilligkeit signalisierte, zum Zweck des Amtserhaltes jede Politik zu vertreten, die ihr angewiesen wird – verwendete ebenso den Ausdruck „Krebsgeschwür“ für die Werte-Union, stellte später auf Twitter klar, „daß sie bei einer Sitzung des CDU-Bundesvorstands zwar das Wort verwendet habe, es aber von jemand anderem eingeführt worden sei. Sie habe in ihrer Wortmeldung den Begriff „sofort zurückgenommen und korrigiert“.
    Nach Herrn Brok und Frau Widmann-Mauz kam nun auch noch der – in Saarbrücken weltbekannte – Saar-MP Tobias aus dem Gebüsch. Er studierte 18 Semester Wirtschaftsinformatik, Informationswissenschaft und Anglistik, ohne jedoch einen Studienabschluss zu erreichen. Gleichwohl schaffte es Herr Hans (als „Hans im Glück“?) trotzdem 2006 „wissenschaftlicher Mitarbeiter“ der CDU-Landtagsfraktion zu werden, seine weitere Karriere erfolgte im Parteiapparat.
    Wie heißt es so schön im „Lied der Partei“: Was wir sind, sind wir durch sie.

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      Klasube

      12. Februar 2020 at 9:26

      Leider ist es in DE tatsächlich so, dass ich ohne Befähigungsnachweis bzw. entsprechende Ausbildung nicht einmal Brötchen backen darf, aber ohne weiteres in den Landtag oder Bundestag einziehen kann.
      Ich fordere daher seit langem eine abgeschlossene akademische oder handwerkliche Ausbildung oder zumindest nachgewiesene mehrjährige Tätigkeit in einem anerkannten Beruf (das gilt auch für die Eignungsprüfung zum Lehrlingsausbilder).
      Aber wenn das eingeführt würde, müssten plötzlich die Hälfte der Abgeordneten den Plenarsaal verlassen – allen voran Frau Roth…!

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