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Deutschland

Nach AKKs Rückzug: WerteUnion-Chef für Merz als Kanzlerkandidaten

Monika Šimić

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Alexander Mitsch, Vorsitzender der WerteUnion, fordert nun eine „grundlegende Erneuerung“ der Union, um den „Linkskurs“ unter Angela Merkel zu korrigieren.

Berlin. – Am Montagmorgen hat die CDU-Vorsitzende und Verteidigungsministerin, Annegret Kramp-Karrenbauer, angekündigt, nicht erneut für den Parteivorsitz anzutreten und auf die Kanzlerkandidatur zu verzichten. Die CDU-Spitze sei von der Entscheidung Kramp-Karrenbauers überrascht worden, wie mehrere Medien berichten. Der Vorsitzende der WerteUnion, Alexander Mitsch, begrüßte indes die Entscheidung der Ministerin.

Mitsch für Merz als Kanzlerkandidat

„Es ist lobenswert, dass Frau Kramp-Karrenbauer den Weg frei macht für einen anderen Kanzlerkandidaten und ihre eigenen Ambitionen zurückstellt. Dass sie der Partei weiter als Parteivorsitzende dienen möchte, ist ihr hoch anzurechnen“, sagte Mitsch zu Business Insider. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sagte Mitsch, dass die CDU nun die Möglichkeit habe, sich neu aufzustellen und alle Strömungen zu integrieren. „Wichtig wäre, dass der jahrelange Linkskurs der vorherigen Vorsitzenden Merkel nun nachhaltig korrigiert wird.“ Man brauche nun eine „grundlegende Erneuerung der Partei – gerade unter Einbindung der Konservativen und Wirtschaftsliberalen“, fordert der Chef der WerteUnion.

Bis zum Bundesparteitag im Dezember dürfte die Union mit der Frage nach der Kanzlerkandidatur aber wohl nicht warten. In der Frage müsste bald eine Entscheidung fallen, „damit die Union sich mit dem neuen Kanzlerkandidaten und der Mannschaft optimal präsentieren kann“. Auch die Mitglieder sollten eingebunden werden, etwa durch eine Mitgliederbefragung, mindestens aber durch Vorstellungsrunden der Kandidaten. „Meiner Meinung nach wäre Friedrich Merz ein hervorragender Kanzlerkandidat. Er kann auch Parteivorsitz“, sagte Mitsch zu Business Insider weiter.

Gauland sieht Chancen zur Annäherung von AfD und CDU

Auch AfD-Bundestagsfraktionschef Alexander Gauland begrüßt den angekündigten Rückzug von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer und sieht nun Chancen für eine Annäherung von AfD und CDU. „Es ist völlig unsinnig und realitätsfern, auf Dauer nicht mit der AfD zusammenarbeiten zu wollen“, erklärte Gauland am Montag in Berlin. „Ihre parteiinterne Politik der Ausgrenzung gegenüber unserer demokratischen Bürgerpartei hat sie nicht durchsetzen können“, fügte er hinzu. Sie habe „die CDU mit ihrem Ausgrenzungskurs ins Chaos gestürzt“, sagte Gauland weiter.

Indes warnen Annalena Baerbock (Grüne), Katrin Göring-Eckardt (Grüne) und Ralf Stegner (SPD) vor einem angeblichen Rechtsruck. Baerbock spricht im Zusammenhang mit dem Rücktritt von Kramp-Karrenbauer von einer „dramatischen Situation“ fürs Land. Es gibt die Gefahr, dass ein noch größeres Machtvakuum entsteht. Die Union muss klären, wie sie unter diesen Bedingungen eine stabile Regierung tragen kann”, sagte sie der dpa. „Alle Parteien sind jetzt gefragt, nicht parteistrategisch zu taktieren, sondern eine klare Brandmauer gegen die AfD hochzuhalten.”

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