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Kultur

Österreichs Studentenverbindungen laden zum Walzer

Monika Šimić

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An den kommenden Wochenenden werden Österreichs Verbindungsstudenten in Linz, Graz und Wien traditionellerweise wieder ihr Tanzbein schwingen.

Graz/Wien/Linz. – Die Ballsaison der national-freiheitlichen Studentenverbindungen in Österreich ist eröffnet. Wie schon in den Jahren zuvor finden auch der Grazer und der Wiener Akademikerball wieder statt. Am 18. Jänner geht im Grazer Congress der Akademikerball nun bereits zum 68. Mal über die Bühne. Nur eine Woche später wird beim Wiener Akademikerball in der Wiener Hofburg das Tanzbein geschwungen. Doch nicht nur die Bälle selbst, auch die Demonstrationen gegen diese Veranstaltungen haben beinahe schon Tradition.

Gedankenkfreiheit und Meinungsvielfalt

Der Ball, der vom Grazer Korporationsring (GKR) unter der Führung des Vereins Grazer Hochschülerinnen (VGH) ausgerichtet wird, „gilt als eines der traditionellsten gesellschaftlichen Großereignisse der Hochschulstadt Graz“, wie es auf der Webseite der Veranstaltung heißt. Nennenswerte Änderungen im Ablaub des Ballabends gibt es keine. Eine Besonderheit, wie die Vorsitzende des Ballkommitees Jasmin Hans gegenüber der Tagesstimme betont, ist aber die „farbenfrohe“ Polonaise, bei der die Tanzpaare in den Farben ihrer jeweiligen Verbindung eintanzen. Auch der traditionelle Schlusskreis, wo das Grazer Studentenlied gesungen wird, gehört zu den Besonderheiten des Balls, so Hans.

„Unser Ball ist durch studentisches Brauchtum geprägt“.

(Jasmin Hans, Vorsitzende des Ballkommitees)

Sie betont auch, dass es vor allem die Besucher sind, die ein Zeichen für Gedankenfreiheit und Meinungsvielfalt setzen, „welches gerade in der heutigen Zeit bewahrt werden muss“, so die Organisatorin abschließend.

67. Grazer Akademiker Ball

Als Einstimmung für kommende Woche die schönsten Momente des letzten Balles! ?

Gepostet von Akademikerball am Dienstag, 7. Januar 2020
Eindrücke vom 67. Akademikerball im Grazer Congress aus dem Jahr 2019

Ball in der Wiener Hofburg

Am 24. Jänner findet dann der Wiener Akademikerball statt. Von 1952 bis 2012 wurde der Ball als „Wiener Korporations-Ball” vom Wiener Korporationsring (WKR) veranstaltet. Anfangs fand der Ball im Wiener Konzerthaus statt, später wurde er in die Hofburg verlegt. Seit 2013 findet der Ball, der nunmehr unter dem Namen „Wiener Akademikerball“ veranstaltet wird, ebenfalls in der Wiener Hofburg statt. Organisiert wird er von der FPÖ Landesgruppe Wien.

Kurz darauf feiern die national-freiheitlichen Korporationen auch in Linz am 72. Burschenbundball. Dieser findet am 1. Februar im Linzer Palais Kaufmännischer Verein statt.

Wieder Demonstrationen geplant

Auch für heuer sind wieder Demonstrationen gegen die Traditionsbälle in Graz und Wien geplant. Unter dem Motto „Burschis raus! Demonstration gegen den Burschenschafterball“ will das linke Bündnis „Offensive gegen Rechts Steiermark“ am 18. Jänner in Graz demonstrieren. Die Demonstration unter dem Motto „Demonstration gegen den FPÖ-Burschenschafterball“ am 24. Jänner in Wien wird vom dortigen Ableger des linken Bündnisses organisiert.

2 Comments

2 Comments

  1. Avatar

    Heimatvertriebener

    8. Januar 2020 at 15:28

    Wäre nicht endlich mal eine Offensive gegen Links, also gegen die Möchtegern-Meinungsbestimmer, angemessen und dringendst notwendig?
    Mögen die doch weiter ihrem gefühlt hundertfach erneutem Versuch, einen modernen Sozialismus einzuführen, frönen. Ist ja für sie auch kein so großes Problem, solange Andere dafür die Rechnungen begleichen müssen.
    Aber bitte auch Menschen anderer Meinung respektieren und nicht belästigen, verunglimpfen oder gar körperlich angreifen.

  2. Avatar

    Zickenschulze

    8. Januar 2020 at 15:31

    „Wieder Demonstrationen geplant“

    Das ist doch eine klare Aussage, dass diesen linken Gestalten die Anarchie bereits in die Wiege gelegt wurde.
    Kein Rechter käme auf den Gedanken die Linken bei ihren Treffen zu stören oder gar zu sabotieren.
    Diese zerstörerische Verlangen, das von den Linken ausgeht, liegt bei den Rechten nicht vor.

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