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Österreich

„Kurz abschieben“: Grüne Jugend als Querschläger gegen Koalition

Julian Schernthaner

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Keine Freude mit den bisherigen Ergebnissen der türkis-grünen Koalitionsverhandlungen hat offenbar die grüne Parteijugend.

Wien. – Die „Grüne Jugend – Grünalternative Jugend“, welche als offizielle Nachwuchsgruppe von Sebastian Kurz‘ künftigem Juniorpartner fungiert, schimpft über den ersten gemeinsamen Auftritt von ÖVP und Grünen. Insbesondere die Darstellung des Altkanzlers, wonach es möglich sei „das Klima und die Grenzen zu schützen“, stößt ihnen offenbar sauer auf.

„Rassistischer Erzählung der Kurz-ÖVP“

In einem Facebook-Beitrag verschaffte die Gruppe ihrem Ärger am späten Mittwochabend Luft. Sie kritisieren auch, dass die neue Regierung nach dem Wunsch von Kurz „die illegale Migration bekämpfen“ und die „Grenzen schützen“ möge. Dabei handle es sich um eine „rassistische Erzählung der Kurz-ÖVP“, welche kein Konsens werden dürfe.

Hier sehen die Jung-Grünen die Mutterpartei in der Pflicht, Impulse zu setzen. Denn: „Wenn wir Grüne da nicht dagegen halten, dann zahlt sich keine Regierungsbeteiligung der Welt aus.“ Den Beitrag garnierte man mit einem Sujet samt der provokanten Forderung, den alten und bald neuen Kanzler abzuschieben. Man solle „Flüchtlinge schützen statt Grenzen“.

Bundeskongress: Wird Sicherungshaft zum Spaltpilz?

Es ist nicht die einzige Unruhe, die sich an der grünen Basis regt, seitdem die Absicht, eine türkis-grüne Koalition zu errichten, konkreter wurde. So ärgerten sich etwa zwei Tiroler Grünpolitiker über die Umstände zur Einladung zum Bundeskongress, bei dem das Abkommen abgesegnet werden soll. Sowohl der knappe Fristenlauf als auch die unbekannten Inhalte waren Gegenstand der Kritik.

Nachdem nun erste Details bekannt sind, könnte sich die Unzufriedenheit noch intensivieren. Denn sowohl die Einführung einer Sicherungshaft als auch das Bekenntnis zu einem Kopftuchverbot in Schulen – beides Themen aus der türkis-blauen Ägide – polarisieren innerhalb der Partei. Selbst deren Spitzenpolitiker hatten entsprechende Vorhaben noch im Vorjahr teils mit überbordender Schärfe kritisiert.

Jung-Grüne kritisierten einst Nationalfeiertag

Übrigens: Auch die Grüne Jugend sorgt nicht zum ersten Mal in jüngerer Vergangenheit mit umstrittenen Aussagen für Schlagzeilen. Zum Nationalfeiertag teilte die Wiener Landesgruppe einen Beitrag, wonach „keine Nation und kein Staat“ es verdienen würden, gefeiert zu werden. Dies gelte nach Ansicht der Parteijugend auch für Österreich – Die Tagesstimme berichtete.


Weiterlesen:

Grüner Bundeskongress: Probleme sorgen bereits im Vorfeld für Unmut (30.12.2019)

Grüne Jugend: „Wir wollen keine Österreicher sein!” (1.11.2019)

5 Comments

5 Comments

  1. Avatar

    SpielVerderber

    2. Januar 2020 at 17:05

    Im übrigen bin ich der Meinung, dass man die Grüne Jugend ungepampert selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen lassen sollte.

  2. Avatar

    Klasube

    2. Januar 2020 at 19:16

    Bislang war Sebastian Kurz für mich der Vorzeigepolitiker, den ich mit Respekt und Hochachtung betrachtete. Sein Bündnis mit den Grünen, die sich nicht einmal mehr dafür schämen, mit der Antifa unter verfassungsfeindlichen Plakaten gemeinsam aufzutreten, ist für mich ein fataler Rückschritt und Verrat. Ich wünsche der neuen Regierung kein gutes Gelingen im neuen Jahr und ein baldiges Ende…!

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      Zickenschulze

      2. Januar 2020 at 23:00

      Hintennach reitet die dumme Urschl.

      Ein Bundeskanzler, der seine eigene Regierung sprengt, und dies wegen pipifax, ist kein Vorzeige-Politiker. Nie und nimmer!
      Er hat früh genug Signale gesandt, dass er eine Marionette ist.
      Die Österreich kriegen nun das, was ihrem politischen Verstand entspricht. Es lässt sich erahnen, dass es ganz dicke über sie kommt.
      Wer den Schaden hat, brauch für den Spott nicht mehr zu sorgen.

      Zum Vergleich: Trump dagegen wird mit ganz anderen Geschichten fertig.
      Hier dagegen tzzz, tzz.

      • Avatar

        Klasube

        3. Januar 2020 at 2:34

        Wer weiß – vielleicht (hoffentlich) täuschen wir uns und er entpuppt sich als der geniale Stratege, der erkannt hat, dass ohne die Grünen bei unseren verblödeten Massen kaum noch etwas geht und er deshalb den Feind ganz nah bei sich haben will, um ihn besser unter Kontrolle halten zu können…
        „Zum Nationalfeiertag teilte die Wiener Landesgruppe einen Beitrag, wonach „keine Nation und kein Staat” es verdienen würden, gefeiert zu werden.“
        George Soros‘ „open society“, Staaten ohne Grenzen, kein Mensch ist illegal, Abschaffung der Exekutive – ich wünschte, das würde Realität für diese Vollpfosten und sie würden erleben müssen, wohin das führt. Leider ziehen sie damit aber die Mehrheit der Vernünftigen in Mitleidenschaft und bewirken damit Leid, Anarchie und Chaos für die nächsten Generationen und genau deshalb lohnt es sich – nein, ist es notwendig – dass mit aller Entschiedenheit gegen diesen Ideologieterror vorgegangen wird…!

  3. Avatar

    Zickenschulze

    6. Januar 2020 at 12:24

    Der Stratege kann noch so genial sein, aber keiner mit wachem Hirn, auch die Grünen nicht, lassen sich bei den Eiern nehmen.
    Und nichts anderes ist das, was sie im ersten Absatz umschreiben.

    Ich hingegen meine, Leute wacht endlich auf. Ein gesellschaftlicher „Puffhaufen“ ist im Anrollen.

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