Connect with us

Gesellschaft

Neues von rechts: Krone, YouTube-Streik & ‚FPÖ neu‘

Stefan Juritz

Published

on

Eine neue Freilich-Studie zeigt die Anti-FPÖ-Linie der Kronen Zeitung seit der Ibiza-Affäre. Mehrere patriotische Vlogger boykottieren aktuell YouTube. Und die FPÖ präsentierte ihre ersten Reformpläne.

In der vergangenen Woche stellten FPÖ-Bundesobmann Norbert Hofer und der Welser Bürgermeister Andreas Rabl die Reformpläne der Freiheitlichen vor. Die FPÖ solle eine „moderne rechtskonservative Partei“ werden, so Hofer während der Pressekonferenz. In Zukunft soll es deshalb u.a. Compliance-Regeln, eine bessere Kommunikationsstrategie sowie öfters Mitgliederbefragungen geben.

Bezüglich der Neuaufnahme von Mitgliedern wollte ein Journalist wissen, ob auch Identitäre in die FPÖ aufgenommen werden können. Rabl antwortete eher ausweichend: „Kann mir nicht vorstellen, dass jemand, der aktiv in Identitärer Bewegung tätig war, für Rechtsstaat, Demokratie, Gewaltfreiheit eintritt.“

Österreichs Identitären-Chef Martin Sellner reagierte noch am selben Tag. Auf Twitter schrieb er merklich verärgert: „Ein neuer ‚Distanzing Star‘ ist geboren. Rabl tanzt mir Hofer den peinlichen Distanzierungstango Richtung Mainstream. Das ist die ‚Neue FPÖ‘? Da will ich die alte, echte wieder, die ich 2017 gewählt habe.“

Am nächsten Tag meinte Rabl dann gegenüber Ö1, dass nicht alle Identitären „rechtsextrem“ seien und es komme auf die „persönliche Einstellung“ jedes Einzelnen an. Wer sich zur Rechtsstaat, Demokratie, Gewaltfreiheit und den freiheitlichen Grundwerten bekennt, könne Mitglied in der FPÖ sein, betonte der blaue Bürgermeister.

Am Nachmittag dann jedoch nochmal ein Zurückrudern: „Wer bei den Identitären aktuell aktiv ist, kann natürlich kein Mitglied bei der FPÖ sein oder werden. Wer jedoch in der Vergangenheit bei den Identitären aktiv war, diese verlassen und seine Meinung geändert hat, bei der FPÖ sein will und sich zu den besagten Werten bekennt, der soll Mitglied sein können“, wird Rabl in den Oberösterreichischen Nachrichten zitiert.

Neue Freilich-Studie Kronen-Zeitung gegen FPÖ

Das Freilich-Magazin aus Graz hat eine neue Studie über die Kronen-Zeitung und ihr Verhältnis zur FPÖ seit der Ibiza-Affäre veröffentlicht. Die Tagesstimme berichtete.

YouTube-Streik

Etwa zwanzig reichweitenstarke Vlogger aus dem patriotischen Spektrum haben sich gemeinsam zu einem einwöchigen ‚YouTube-Streik’ verabredet (Die Tagesstimme berichtete). Hintergrund ist die Sperre des YouTubers Miró Wolsfeld („Unblogd”). Aus Solidarität mit Wolfsfeld veröffentlichen patriotische Vlogger wie Martin Sellner, Klemens Kilic, Oliver Janich oder Florian Müller („Krautzone“) seit Montag ihre Videos stattdessen auf der Torrent-Plattform BitChute.

Libertär vs. Identitär

Zu einem interessanten Schlagaustausch auf YouTube kam es zwischen dem Libertären Gunnar Kaiser und dem Identitären Martin Sellner. Die beiden diskutierten über die Identitäre Bewegung, die Neue Rechte sowie Masseneinwanderung und den „Großen Austausch“ aus ihren unterschiedlichen Perspektiven.

Dezember-Ausgabe der Sezession

Auf YouTube stellen Götz Kubitschek und Benedikt Kaiser die 93. Ausgabe der rechtsintellektuellen Zeitschrift Sezession vor: „Das offene Heft beschließt den roten Jahrgang und reicht von einem Leitartikel des Chef–Redakteurs Götz Kubitschek zum Fall Handke über Tellkamp bis zu Sommerfelds Betrachtungen der Weltuntergangs–Sekte »Extinction Rebellion«. Auch Literaturhinweise und Kontroversen kommen nicht zu kurz.“

Vorlesen

Ebenfalls am kanal schnellroda sprachen Ellen Kositza und Caroline Sommerfeld die nächsten zwei Buchempfehlungen für Kinder und Jugendliche aus:

Magnet über Maaßen

Der Medienberater und Journalist Stefan Magnet sprach in einem neuen Video über den Fernsehauftritt des ehemaligen deutschen Verfassungsschutzchefs Hans-Georg Maaßen.

„Der ehemalige Chef des deutschen Verfassungsschutzes, Hans-Georg Maaßen, redete bei der ZDF-Sendung von Markus Lanz am 17. Dezember 2019 Klartext. Es ist absolut erstaunlich und zeigt, wie sehr die Lage zum Jahresende 2019 an der Kippe steht, wenn der ZDF sich bemüßigt fühlt, diesen Hans Georg Maaßen in eine Sendung einzuladen – um Vielfalt und Meinungsfreiheit vorzugaukeln. Denn es ist ein Risikospiel für die als Lügenpresse verunglimpften Medien, wenn sie Leute ausreden lassen, die ihr Spiel nicht länger mitspielen – und wie ich meine, ist die Sache im ZDF bei Markus Lanz gehörig schief gegangen. Ich empfehle jedem sich die Sendung anzusehen, denn es war ein qualitativ hochwertiger Schlagabtausch und der ehemalige höchste Verfassungsschützer gab Einblicke in seine Gedankenwelt, die höchst interessant sind.“

2 Comments

2 Comments

  1. Avatar

    Zickenschulze

    23. Dezember 2019 at 6:16

    „Die FPÖ solle eine „moderne rechtskonservative Partei” werden, so Hofer . . “

    Modern kann alles heißen und genau genommen ebenso nichts was uns wirklich bekommen muss.
    Modern ist aber schon mal eine Ansage einer Abkehr vom Patriotismus, der Tradition und von festen Regeln aus der Vergangenheit.
    Ein Urteil, wohin uns die Parteiversprechen vom Fließband mit dem Bewerbungsangriff „modern“ die letzten sechzig Jahre hin manövriert haben überlasse ich jedem Leser selbst.
    Der Lack ist diesbezüglich ab. Definitiv.
    Diesen Sound haben wir bereits von allen Parteien des eingesessenen Establishments über Jahrzehnte verabreicht bekommen und jeder, der Politik auch nur ein bisschen ernst nimmt nun bis über die Ohren satt.

  2. Avatar

    Zickenschulze

    23. Dezember 2019 at 6:50

    „Rabl antwortete eher ausweichend: „Kann mir nicht vorstellen, dass jemand, der aktiv in Identitärer Bewegung tätig war, für Rechtsstaat, Demokratie, Gewaltfreiheit eintritt.”

    Wie viel Dummheit kann eine Partei noch auf seine Wähler ablassen, ohne dabei nicht selbst in die Binsen zu gehen?

    Katastrophal für die Zukunft der eigenen Partei so eine Ansage, denn sie bedeutet, jedem Freiheitlich gewogenen, der differenzieren kann, sprich zur Reputation der IBÖ zu unterscheiden weiß, dass diese Bewegung sich nie für Gewaltanwendung geäußert hat, eine Ausladung.
    Reden wir erst gar nicht vom Rest der Anspielungen, deren Vorwürfe in letzter Instanz selbst vom Gericht eine Unbedenklichkeit attestiert bekommen haben.
    Man muss schon sich schon an der Grenze der Unmündigkeit bewegen, wenn man sich von Partei-Hengsten mit solchen Ausgrenzung-gebärden vorschreiben lässt, wer sein Kamerad sein darf und wer nicht.

    Unmöglich. Und dies noch auf demselben Rechten Spielfeld. Ich fasse es nicht. Gibt es noch eine zweite Vorlage von so viel geballter Beknacktheit?

You must be logged in to post a comment Login

Leave a Reply

Beliebt