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Österreich

DAÖ: Strache interessiert sich nicht für Vorsitz

Monika Šimić

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„Nein, den Vorsitz der DAÖ kann ich mir nicht vorstellen zu übernehmen.“ Das müsse ein anderes, nachhaltigeres Projekt sein, so der frühere Vizekanzler.

Wien. – Erst vor drei Tagen hat die FPÖ ihren Ex-Obmann Heinz-Christian Strache ausgeschlossen. Kurz zuvor sind Karl Baron und zwei weitere Gemeinderäte aus dem dortigen FPÖ-Klub ausgetreten und haben unter dem Namen Die Allianz für Österreich einen neuen Klub im Wiener Rathaus gegründet. Zunächst wurde noch darüber spekuliert, ob auch Strache DAÖ-Mitglied wird. Dieser hat der „Allianz“ hinsichtlich des Vorsitzes nun aber eine Absage erteilt.

Baron unbeeindruckt von Absage

Er möchte den Vorsitz der neu gegründeten „Allianz“ nicht übernehmen. Das betonte Strache bei einer Charity-Veranstaltung am Sonntag in Wien. „Nein, den Vorsitz der DAÖ kann ich mir nicht vorstellen zu übernehmen“, sagte Strache. Das müsse ein anderes, nachhaltigeres Projekt sein, so der frühere Vizekanzler. Weiter wollte er sich zu seiner politischen Zukunft aber nicht äußern: „Jetzt genieße ich die Zeit als Parteifreier, dann werden wir weitersehen.“

Baron zeigte sich von der Absage Straches für den Parteivorsitz unbeeindruckt. „Dann wird das jemand anderer führen, wichtig ist, dass er Teil des Teams wird und der Spitzenkandidat wird“, sagte der Ex-Blaue. Wie die Krone heute berichtet, ist sich Baron sicher, dass Strache den Erfolg seiner neu gegründeten Partei garantieren werde. „Er hat bisher alle Wahlen für die FPÖ gewonnen, er war das Programm der FPÖ.“ Strache sei „an Bord“ und damit wäre „alles möglich“. Dass Strache Obmann der DAÖ werden würde, sei von Anfang an nicht vorgesehen gewesen. „Spitzenkandidat ist etwas anderes. Wir haben die Plattform gegründet, damit Heinz-Christian Strache bei den Wien-Wahlen antreten kann“, so Baron.

Kickl glaubt nicht an Erfolg von DAÖ

FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl sieht die Gründung von DAÖ indes gelassen und glaubt nicht an einen Erfolg der neuen Partei. Selbst wenn Strache für DAÖ antreten sollte, so werde das mit einem „Bauchfleck“ enden, sagte er zur Zeitung Österreich. Zum Kurier sagte Kickl, er schätze das politische Gewicht von DAÖ mit „null“ ein. „Wir haben bis jetzt drei Leute, die einen Klub gegründet haben. Wenn sie null mit drei multiplizieren, kommt immer noch null raus“, so Kickl in Österreich zur Gründung von DAÖ. Von einer „Abspaltung“ wollte er nichts wissen. Von einer solchen zu reden, sei „die Übertreibung des Jahres“, sagte er gegenüber beiden Zeitungen.

1 Comment

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  1. Avatar

    Zickenschulze

    16. Dezember 2019 at 16:33

    Alle Statements der bislang Befragten, die ich gehört oder gelesen habe posaunen in diese eine Richtung.
    Man wird sehen. Ich meine: Totgesagte leben gewöhnlich länger. Schon deshalb, weil die FPÖ selbst ein ideologisches Neutralisierung Gebaren betreibt. Dazu letzte Zeile mehr.

    Nachdem die FPÖ seit ca. 2 Jahren diesen gspassigen Kurs fährt, der jeden gründlichen freiheitlichen Denker vor den Kopf stößt, würde ich es nicht ausschließen, dass das Waterloo der FPÖ selbst gleich um die Ecke lauert.
    Fehlverhalten:
    Die Entscheidung Strache zu verschicken hätte binnen Tagen nach Ibiza fallen müssen.
    Den 3 Leuten, die freiwillig ausgetreten sind, noch eine nachtreten zeigt von schlechtem Benehmen (Parteikultur mit weiteren wie großen Fragezeichen.
    Wenn diese 3 vorher gut genug waren, hinterher als Vollkoffer darzustellen ist das Gegenteil eines Kameradschaftverhaltens und zeigt eine ganz schlechte Fasson).
    Die Nervosität um ihren „Ex“ Strache zeigt ganz klar von einem vorliegenden innerem schwachen Korsett. Sie lassen sich von den Medien treiben.
    Den Vorwurf des parteischädigenden Verhaltens an Strache wirft große Fragen auf. Worum geht es den Freiheitlichen? Um eine Parteifassade, indem ihre Partei als weiteren Staat im Staate existiert, um einen blendenden Vorhang oder doch um das Austragen eines Disputs einer Vertretung der Menschen mit Rechtschaffenheit Sinn?
    Den Freiheitlichen fehlt noch immer ein eigener knochenharter wie unbeugsamer Ideologe im Hause, der aber auch zu Worte kommt und Gehör findet.
    Gegenwärtig riecht alles stark nach nivellieren.
    Also eine Anpasserpartei. Und dies braucht kein Mensch.
    Darum, ein großes unbestelltes Feld wartet auf einen Anführer. Wer er sein wird, steht zum gegenwärtigen Zeitpunkt in den Sternen.

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