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Mittelmeer-NGO: „Sea-Watch 3“ unter deutscher Flagge registriert

Monika Šimić

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Vom neuen Flaggenstaat Deutschland erwarte man sich eine konstruktive Zusammenarbeit, „in der die deutsche Regierung ihre Verantwortung ohne politische Einmischung voll wahrnimmt“, so ein Sprecher der NGO.

Berlin. Die Mittelmeer-NGO Sea-Watch ist unter deutscher Flagge registriert worden. Bisher war das Schiff unter niederländischer Flagge gesegelt. Da die Niederlande ihrer Verantwortung als Flaggenstaat nicht nachgekommen seien, habe sich Sea-Watch gezwungen gesehen, die Flagge zu wechseln. Das teilte die NGO am Donnerstag in Berlin mit.

NGO hofft auf bessere Zusammenarbeit

„Der bisherige Flaggenstaat hat uns so weit eingeschränkt, dass Rettungsaktionen fast unmöglich geworden sind“, sagte ein Sprecher der NGO. Das niederländische Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft hatte dem Schiff im April deutlich strengere Sicherheitrsbestimmungen auferlegt. Nach zwei Klagen erhielt die Organisation bis zum Jahresende Zeit für die Aufrüstung. „Mit Blick auf die Frist haben wir uns für den Wechsel entschieden“, sagte der Sprecher. Er hoffe, dass die Zusammenarbeit mit den deutschen Behörden besser funktioniere.

Sea-Watch will bald wieder in See stechen

Die Crew der „Sea-Watch 3“ sei einsatzbereit und erwarte in den nächsten Wochen das Gerichtsurteil in Italien, um danach wieder mit ihrer Aktivität im Mittelmeer fortsetzen zu können, hieß es nach der Registrierung unter deutscher Flagge. Das Schiff sitzt seit mehreren Monaten in Italien fest, nachdem die frühere Kapitänin Carola Rackete die „Sea-Watch 3“ mit 53 Migranten im Juni trotz Verbot der italienischen Behörden in den Hafen der Insel Lampedusa gesteuert hatte. Vom neuen Flaggenstaat Deutschland erwarte man sich eine konstruktive Zusammenarbeit, „in der die deutsche Regierung ihre Verantwortung ohne politische Einmischung voll wahrnimmt“.

„Alan Kurdi“ und „Ocean Viking“ in Italien gelandet

Indes sind am Mittwoch die Schiffe „Alan Kurdi“ und „Ocean Viking“ mit insgesamt 121 Migranten an Bord in Italien eingetroffen. Tags zuvor hatten sie vom italienischen Innenministerium die Genehmigung zur Landung auf Sizilien erhalten, nachdem sich einige EU-Staaten auf ihre Umverteilung geeinigt hatten. Die 61 Migranten der „Alan Kurdi“ wurden laut Medienberichten in der Gegend rund um den sizilianischen Hafen Messina untergebracht. Danach beginnt die Umverteilung auf mehrere Länder, die sich zur Aufnahme bereiterklärt hatten, darunter Frankreich und Deutschland.

3 Comments

3 Comments

  1. Avatar

    Zickenschulze

    7. Dezember 2019 at 8:52

    . . erwarte man sich eine konstruktive Zusammenarbeit“in der die deutsche Regierung ihre Verantwortung ohne politische Einmischung voll wahrnimmt”, so ein Sprecher der NGO.“

    Mit anderen Worten:
    Die Deutsche Regierung – der Laufbursche der NGO`s.
    Solche Leute hat der Blitz gestreift.

  2. Avatar

    Klasube

    8. Dezember 2019 at 14:56

    „Das niederländische Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft hatte dem Schiff im April deutlich strengere Sicherheitrsbestimmungen auferlegt. Nach zwei Klagen…“.
    Ich habe mich schon immer darüber gewundert, wieso diese Seelenverkäufer keine härteren Sicherheitsauflagen für den „gewerbsmäßigen Personentransport“ auferlegt bekommen.
    Da hat sicher jede Bodenseefähre oder Rheinbarkasse mehr Auflagen zu befolgen, bevor sie überhaupt ablegen dürfen. Also, könnte das bitte mal jemand nachprüfen und dann diese Pötte an die Kette legen…?!

  3. Avatar

    Klasube

    9. Dezember 2019 at 14:39

    „Vom neuen Flaggenstaat Deutschland erwarte man sich eine konstruktive Zusammenarbeit,…“
    Das klingt schon wirklich höhnisch! Allen Widrigkeiten und Angriffen zum Trotz – wir zeigen euch menschenfeindlichen Rassisten, wo’s langgeht. So der Tenor.
    Mir würden soooo viele Auflagen einfallen, die wüßten gar nicht mehr, wie ein Schiff aussieht…!

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