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Gesellschaft

Wegen Übergriffen: Ordnungsamt Düsseldorf will Schlagstöcke einsetzen

Joshua Hahn

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Aufgrund vermehrter Übergriffe auf Mitarbeiter des Ordnungsamts in Düsseldorf sollen diese künftig mit Schlagstöcken bewaffnet werden.

Düsseldorf. –  Derzeit liegt eine Vorlage an den Ordnungsausschuss vor. Ein Sprecher erklärte am Mittwoch in Düsseldorf, dass man die Beamten mit Teleskopschlagstöcken bewaffnen wolle. Die Zahl der Übergriffe sei stark angestiegen, wie die Bild berichtete.

122 Übergriffe allein im Vorjahr

Die Maßnahme ist die Folge eines eklatanten Anstiegs der Angriffe auf das Personal der Behörde. Seit 2009 hätten sich dem Sprecher zufolge Übergriffe nämlich fast versechsfacht. Für das Jahr 2018 registriere man nicht weniger als 122 Übergriffe – zum Vergleich: vor zehn Jahren waren es lediglich 21 Angriffe auf Mitarbeiter des Ordungsamtes.

Die Problematik macht bereits seit Jahren Schlagzeilen. Ob es bestimmte Tätergruppen gibt, welche für den Anstieg der Angriffe verantwortlich ist, blieb offen. Ein Artikel des Tagesspiegel aus dem Jahr 2013 wiederum implizierte dort damals neben dem bürgerlichen Pankow auch die stark migrantisch geprägten Bezirke Lichtenberg und Friedrichshain-Kreuzberg.

Kosten belaufen sich auf 20.000 Euro

Bereits in anderen Städten im Bundesland Nordrhein-Westfalen wurden Ordnungsamt-Mitarbeiter mit Schlagstöcken ausgerüstet: Nach Neuss, Bonn und Wuppertal gesellten sich im Vorjahr Köln sowie kürzlich auch Dortmund dazu, wie die Welt im September berichtete. In mehreren Städten des Bundeslandes kam es in den vergangenen Jahren auch zu einer Aufstockung des Personals.

Die Kosten für die Anschaffung der Schlagstöcke belaufen sich auf etwa 20.000 Euro, eine Genehmigung durch den Stadtrat ist nicht notwendig. Neben den Stöcken muss auch in eine Ausbildung im Umgang mit diesen investiert werden. Pfefferspray, Schutzhandschuhe und Handschellen gehören vielerorts schon länger zur Standardausrüstung.

Initiativen rufen zu Protesten auf

Die Ankündigung stößt unterdessen nicht überall auf Gegenliebe, verschiedene Initiativen riefen zu Widerstand gegen die Maßnahme auf. So fordern beispielsweise Obdachlosen-Vertreter, gegen die Einführung der Bewaffnung zu protestieren – mit Spielzeug-Äxten und – Keulen. Dies berichtete der „Westdeutsche Rundfunk“.

2 Comments

2 Comments

  1. Avatar

    Heimatvertriebener

    28. November 2019 at 14:06

    Hoffentlich werden die Dinger nicht zum Bumerang. Ob nun jeder Träger die nötige Fitness und Gewandtheit hat, darf wohl bezweifelt werden.

    Haftstrafen gegen Hetze im Netz auf bis zu fünf Jahre erhöhen, wo die meisten Vergewaltiger straffrei oder mit einem blauen Auge davonkommen, und die häufige Gewalt gegen Rettungs- und Ordnungskräfte bekommt man nicht in den Griff.
    Wer ist nun stärker sehbehindert, Gesetzgeber oder Gerichte?

  2. Avatar

    Zickenschulze

    28. November 2019 at 17:06

    Köstlich. Im Zeitalter von Computer, Humandusseligkeit und Experten.

    Wenn es darum geht, Probleme effektiv zu lösen bleibt nur der Weg zurück zur Peitsche. Die letzten 60 Jahre Denkungsart gelten damit als an die Wand gefahren.

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