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Deutschland

AfD-Parteitag: Auch Chrupalla will für Parteivorsitz kandidieren

Julian Schernthaner

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Wenige Tage vor dem AfD-Bundesparteitag bahnt sich ein Zweikampf um die Nachfolge von Alexander Gauland an der Parteispitze an.

Braunschweig/Görlitz. – Am Samstag hält die patriotische Partei einen richtungsweisenden Parteitag in Braunschweig ab. Wie der Spiegel berichtet, möchte sich einer der beiden bisherigen Parteichefs, Alexander Gauland zum Ehrenvorsitzenden wählen lassen und setzt dabei auf den Görlitzer Abgeordneten Tino Chrupalla (44) für seine Nachfolge, bislang einer der fünf Vize-Fraktionsvorsitzenden im Bundestag.

Chrupalla gegen Curio um Gauland-Nachfolge

Nachdem dieser nun seine Kandidatur bestätigt, könnte es dabei zu einer Kampfabstimmung zwischen Chrupalla und dem Berliner Abgeordneten Gottfried Curio (59) kommen. Beide Kandidaten gelten als entschieden konservative Ausläufer innerhalb ihrer Partei. Chrupalla soll dem Spiegel zufolge auch die Unterstützung des nationalkonservativen „Flügels“ um Björn Höcke und Andreas Kalbitz genießen, ohne diesem anzugehören.

Chrupalla sorgte erst kürzlich im Bundestag für Furore, als er Kanzlerin Angela Merkel unterstellte, sich aufgrund ihrer Vita mit damals mit dem System arrangiert zu haben: „Ich bedauere, dass sie uns nicht verrät, welche Herrschafts- und Zersetzungsstrategien sie damals bei der FDJ gelernt hat, wie man ein Volk mit Propaganda und Agitation in Schach hält.“ Diese Äußerung rief bei Unionsabgeordneten großen Unmut hervor.

Doch wieder Meuthen und Gauland?

Chrupalla schaffte es im Jahr 2017, eines von bundesweit drei Direktmandaten für seine Partei zu erringen und besiegte in seinem Wahlkreis dabei den heutigen sächsischen Ministerpräsidenten und damaligen CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer. Auch sein Widersacher im Rennen um den Parteivorsitz ist für seine pointierten Brandreden im Plenum – etwa zum UN-Migrationspakt – bekannt.

Dem Spiegel zufolge könnte eine mögliche Pattsituation dazu führen, dass sich Gauland kurzfristig entscheidet, dennoch erneut für den Vorsitz zu kandidieren. Als gesetzt galt unterdessen bislang der andere Amtsinhaber Jörg Meuthen. Allerdings soll auch er nun eine Gegenkandidatin bekommen, dabei soll es sich angeblich um Nicole Höchst handeln. Auch Dana Guth, AfD-Landesvorsitzende in Niedersachsen, soll Ambitionen auf einen der beiden Posten hegen.

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