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Gesellschaft

Wiener Linien: „Sei ein Ehrenmann und halt deine Beine zam“

Monika Šimić

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Mit dieser Kampagne in Sozialen Netzwerken will das Unternehmen auf das „richtige Sitzen“ in öffentlichen Verkehrsmitteln hinweisen.

Wien. Zu Wochenbeginn sorgten die Wiener Linien für besonderes Aufsehen. Weil täglich 2,6 Millionen Fahrgäste die Stationen und Fahrzeuge der Wiener Linien nutzen, stellt der Verkehrsbetrieb laufend neue Verhaltensregeln auf, um gegenseitige Rücksichtnahme in U-Bahn, Straßenbahn und Co. zu fördern. Aktuell fordert das Unternehmen in Sozialen Netzwerken, „Manspreading“ zu vermeiden.

Fahrgäste sollen „nur einen Sitzplatz einnehmen“

„Sei ein Ehrenmann und halt deine Beine zam!“, heißt es etwa auf einem aktuellen Plakat der Wiener Linien. Mit dieser Kampagne in Sozialen Netzwerken will das Unternehmen auf das „richtige Sitzen“ in öffentlichen Verkehrsmitteln hinweisen. Im Visier ist dabei ganz klar das sogenannte „Manspreading“ – also Männer, die extrem breitbeinig dasitzen.

Der Begriff, der aus dem Englischen kommt, heißt übersetzt „männliches Ausbreiten“ und bezeichnet das extrem breitbeinige Sitzen von Männern in öffentlichen Verkehrsmitteln. „Wir greifen immer wieder in Sozialen Medien eine unserer Hausordnungsregeln auf. Bei userem heutigen Posting wollen wir Fahrgäste augenzwinkernd darauf hinweisen, nur einen Sitzplatz einzunehmen und sich nicht auszubreiten“, heißt es von den Wiener Linien.

Auch Essverbot sorgte für Aufsehen

Zu den Verhaltensregeln in Wiens öffentlichen Verkehrsmitteln zählt auch das Essverbot, denn „auch geruchlose Speisen hinterlassen ihre Spuren“. Das Verbot, das zunächst nur in der U6 getestet wurde, wurde Anfang des Jahres 2019 auf alle U-Bahn-Linien ausgeweitet. Denn im Sommer 2018 befragten die Wiener Linien ihre Fahrgäste zum Thema Essverbot. Die Mehrheit der mehr als 50.000 Umfrageteilnehmer sprach sich damals für ein generelles Essverbot aus. Zwei Drittel waren für ein Essverbot auf allen U-Bahn-Linien.

3 Comments

3 Comments

  1. Avatar

    Zickenschulze

    4. November 2019 at 12:51

    Dass das Essensverbot in öffentlichen Verkehrsmittel überhaupt diskutiert werden muss, zeigt von einem S.stall, in dem wir uns bewegen.
    Genau so gehört ein Beine breit machen hinter die 4 Wände jeder/jedes einzelnen.

  2. Avatar

    Heimatvertriebener

    4. November 2019 at 14:47

    Ein wohl internationales Problem, jedenfalls auch ein Deutsches. Aus meine rJugendzeit kann ich mich nicht an solche Unsitten erinnern.
    Schon fällt mir wieder der schöne Spruch ein: „Man könnte erzogene Kinder gebären, wenn nur die Eltern erzogen wären.“
    „Fast“ füge ich mal hinzu. Jedenfalls würde soziales Verhalten dem Nachwuchs dann frühzeitig gelehrt.

  3. Avatar

    Rainer Seifert

    4. November 2019 at 14:51

    Hat der „Grün/linke Kulturrat“ noch nicht energisch gegen die Abbildungen protestiert? Es sind ja augenscheinlich auch Migranten abgebildet. Wenn das mal gut geht.

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