Connect with us

Gesellschaft

Forscher bemängeln Geschlechterverteilung bei ausgestopften Tieren

Joshua Hahn

Published

on

Laut einer neuen Studie aus Großbritannien mangelt es in Naturkundemuseen an der Geschlechtervielfalt.

London. – Laut der Studie sind Männchen in Naturkundemuseen überproportional oft vertreten, machen die Mehrheit der Exponate aus. Die Studie erschien im Biologie-Journal „Proceedings of the Royal Society B“.

„Bevorzugung von Männchen schon vermutet“

Natalie Cooper, Mitarbeiterin der Abteilung „Life Sciences“ des Museums für Naturgeschichte in London, sagte der „Welt“ zufolge: „Wir hatten schon vermutet, dass wir eine gewisse Bevorzugung von Männchen feststellen würden“. Wissenschaft sei von Menschen gemacht, und diese „bringen eine tief verwurzelte Bevorzugung männlicher Wesen mit“.

Insgesamt wurden 2,5 Millionen Ausstellungsstücke aus verschiedenen Museen auf ihr Geschlecht untersucht. Das Ergebnis: Mit einem Gesamtanteil von 40 Prozent ist das weibliche Geschlecht bei Vögeln leicht unterrepräsentiert. 

„Sammlungen künftig ausgewogen gestalten“

Die Autoren der Studie, welche im renommierten naturwissenschaftlichen Journal „Proceedings of the Royal Society B“ erschien, fordern nun, dass Ausstellungen künftig „ausgewogener“ gestaltet werden sollten, um so die „Glaubwürdigkeit der Wissenschaft zu erhöhen“. Grundsätzlich müsse man sich der „Stereotype“ bewusst werden.

Laut der „Jungen Freiheit“ liegt ein besonders großer Unterschied bei den Spatzen vor, hier beträgt der Weibchenanteil etwa zehn Prozent. Inwiefern andere Faktoren eine Rolle bei der Verteilung spielen könnten, als eine vermeintliche Diskriminierung, ließen die Autoren der Studie offen.

6 Comments

6 Comments

  1. Avatar

    Heimatvertriebener

    25. Oktober 2019 at 14:35

    Wer hätte das je gedacht? Eine derart einseitige Zurschaustellung finde ich in höchstem Maße unerträglich.
    Sicher wird diese Schande weitgehend damit zu begründen sein, dass auch die Mehrzahl der Tierpräparatoren das männliche Geschlecht repräsentiert. Auch hier zeigt sich nun wieder überdeutlich, in welch männlich dominierter Welt wir heute noch leben.
    Natürlich ist nun umgehend für Abhilfe zu sorgen. Soll heißen, überzählige männliche Exponate aussortieren – sie dürfen aber auf Speichern oder in Nebenräumen zwischengelagert werden – solange bis die Parität wieder hergestellt ist.
    Alle männlichen Präparatoren haben sich umgehend zu verpflichten, künftig überwiegend weibliche Tierkadaver zu bearbeiten. Bei Weigerung ist eine fristloese Kündigung unumgänglich.

    • Avatar

      Heimatvertriebener

      25. Oktober 2019 at 14:38

      Mist. Vor Schreck vergaß ich doch glatt, auch die Tierpräparatorinnen zu erwähnen. Das geht ja nun heutztage gar nicht mehr.

  2. Avatar

    Zickenschulze

    25. Oktober 2019 at 16:19

    Unheilbar krank.

  3. Avatar

    Klasube

    25. Oktober 2019 at 20:01

    Ich könnte Tränen lachen: „Laut der Studie sind Männchen in Naturkundemuseen überproportional oft vertreten, machen die Mehrheit der Exponate aus.“
    Heißt das „schießt mehr Weibchen“?
    Wer gibt eigentlich solche Studien in Auftrag und wer bezahlt sie?
    Geht’s eigentlich noch oder sind wir nicht mehr zu retten…?!

    • Avatar

      Heimatvertriebener

      25. Oktober 2019 at 21:43

      Ganz einfacher Grund: Die Weibchen sind schlauer und lassen sich nicht so leicht erwischen.

  4. Avatar

    Gerard Frederick

    26. Oktober 2019 at 0:35

    Wir sind schon seit einiger Zeit nicht mehr zu retten.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Beliebt