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Österreich

Nationalrat: Philippa Strache nimmt heute ihr Mandat an

Stefan Juritz

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Die Ehefrau von Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache wird künftig als wilde Abgeordnete im Parlament vertreten sein.

Wien. – Bei der konstituierenden Nationalratssitzung am heutigen Mittwoch wird Philippa Strache ihr Nationalratsmandat annehmen, dort aber fortan nicht für die FPÖ, sondern als wilde Abgeordnete im Parlament sitzen. Das gab sie bereits am Dienstag in einer Aussendung bekannt.

Strache spricht von Verleumdungen

Die letzten Wochen habe sie laut eigener Aussage „intensiv dazu genutzt“, um über die Annahmen des Mandats nachzudenken. „Die Verleumdungen der letzten Wochen und die daraus resultierende öffentliche Diskussion, zu der zu meiner großen Enttäuschung in großem Ausmaß ehemalige Parteifreunde beigetragen haben, waren kränkend, verletzend und angesichts der Dimension verbreiteter unwahrer Behauptungen schlichtweg verwerflich“, so Strache.

Mit Verweis auf die Bundesverfassung erklärte Strache darüber hinaus, dass es ihr eine „große Ehre“ sei, ihr politisches Engagement „in den Dienst freier Bürger zu stellen“.

Strache vor möglichem Ausschluss aus FPÖ

Die FPÖ wiederum nahm die Entscheidung Straches laut Medienberichten „zur Kenntnis“. Allerdings stehen eine Suspendierung oder gar ein Parteiausschluss Straches zur Diskussion. Einem Bericht von oe24 zufolge sagte FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl, dass Strache der FPÖ „Verleumdungen“ und „Diffamierungen“ vorgeworfen hatte, sei „sicher kein Freundschaftsakt“, sondern könne man „durchaus als parteischädigend einstufen“. Die Wiener Landesgruppe soll nun zeitnah über die Zukunft von Strache entscheiden.

Spesen-Affäre rund um Ehepaar Strache

Nach Bekanntwerden der Spesen-Affäre um Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache war auch dessen Ehefrau Philippa Strache ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Wie mehrere Medien Mitte Oktober berichteten, leitete die Staatsanwaltschaft Wien ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Veruntreuung ein. Die Vorwürfe um falsche Spesenabrechungen hat das Ehepaar Strache stets zurückgewiesen. Für beide gilt die Unschuldsvermutung.

1 Comment

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  1. Avatar

    Roland Wegund

    23. Oktober 2019 at 11:08

    Ich finde das vorgehen der FPÖ gegenüber Frau Philippa Straches eine SAUEREI, welche mich veranlasst künftig keinesfalls mehr FPÖ zu wählen. So geht das nicht Hr. Kickl und Hofer, denn so
    geht man mit Menschen, welche besonders Dank Hrn. Straches wieder die FPÖ zu einer starken Partei geformt hat, einfach nicht um!! Ich habe jahrzehntelang auf allen Ebenen FPÖ gewählt, damit ist nun endgültig SCHLUSS! Diese Partei ist nun für mich und sicherlich auch für viele andere Wähler nicht mehr wählbar! Sie werden mit dieser Einstellung wieder zu eine Mini- Partei mutieren, dazu herzliche Gratulation und immer nur weiter so Ihr Komiker!!

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