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Gesellschaft

„Extinction Rebellion“ blockiert seit Montag wichtige Berliner Straßen

Joshua Hahn

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Die Klimabewegung „Extinction Rebellion“ hat am Montag mehrere Verkehrsknotenpunkte in der deutschen Hauptstadt blockiert.

Berlin. – Die radikale aber programmatisch gewaltfrei ausgelegte Bewegung demonstrierte für eine Ausweitung des Klimaschutzes.  Auch in Amsterdam und London kam es zu ähnlichen Blockaden durch die Aktivisten. Eine am Montagnachmittag begonnene polizeiliche Räumung wurde in Berlin wurde erst am Dienstag wieder fortgesetzt und erfolgreich beendet.

„Extinction Rebllion“: 1.000 Menschen blockierten Kreisverkehr

Am Montagmorgen blockierten laut Polizeiangaben etwa 1.000 Personen den Kreisverkehr um die Siegessäule. Wie die „Welt“ berichtet, fand auch eine Kundgebung am Potsdamer Platz statt. Mehrere Personen sollen dabei Sofas und andere Möbel auf der Kreuzung abgestellt haben. Laut den Veranstaltern demonstrierten die Teilnehmer für mehr Klimaschutz sowie gegen das Artensterben.

Als Gastrednerin sprach die ehemalige Kapitänin der NGO Sea-Watch, Carola Rackete. Sie sagte unter anderem: „Wir befinden uns in einer existenziellen weltweiten Krise, die sich immer schneller verstärkt.“ „Extinction Rebellion“ will Berlin laut Rackete für die nächste Woche „Tag und Nacht“ blockieren. Die Polizei forderte die Teilnehmer der Demonstration mehrfach dazu auf, die Straßen zu verlassen.

Kritik von Verkehrsminister Scheuer

Kritik an den Blockaden in Berlin übte laut der „Zeit“ der Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Er erklärte, die Aktion sei „unsäglich“. Es würden lediglich die Menschen blockiert werden, welche „dafür sorgen, dass jeden Tag in Deutschland Wohlstand erwirtschaftet wird“.

Der Aktionsform und Ausrichtung von Extinction Rebellion kann Scheuer hingegen wenig abgewinnen: „Ich habe von den Extremen selten vernünftige Vorschläge gehört.“ Er wies darauf hin, dass sein Ministerium „jeden Tag aktiven Klimaschutz“ betreibe. Dies geschehe mittels Innovationen und Anreizen.

Berlin: Polizei räumte erst am Dienstag konsequent

Die Polizei leitete am Morgen den Verkehr weiträumig um. Aufgrund der Ferien in Berlin kam es trotz der Blockaden zu vergleichsweise wenig Stau. Erst am Dienstagmorgen räumten die Polizisten endgültig den Potsdamer Platz um diesen wieder für den Verkehr freizumachen. Zuvor brach man erste Bestrebungen in diese Richtung am späten Montagabend ab.

Die Kundgebung am „Großen Stern“ hingegen sollte ursprünglich als Spontandemonstration geduldet werden. Allerdings möchte man nun auch diesen räumen – der Zeitplan hierfür steht allerdings noch nicht. Der Welt zufolge sei es jedenfalls klar, dass dessen Blockade nicht die gesamte „XR“-Aktionswoche dauern könne.

Festnahmen in London und Amsterdam

Auch in London und Amsterdam ging die Bewegung auf die Straße, wo die Polizei deutlich entschlossener durchgriff. So gab es in London bis zum Mittag bereits 135 Festnahmen, nachdem sich Demonstrationsteilnehmer weigerten, Straßenblockaden aufzugeben. In Amsterdam gab es aus den gleichen Gründen 50 Festnahmen. In Berlin hingegen behalf sich die Exekutive vor allem des Mittels eines Platzverweises.

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