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Gesellschaft

Grazer Reiseveranstalter: „FPÖ-Kernwähler wollen wir nicht“

Monika Šimić

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In einem Interview mit dem Standard erklärte Reiseveranstalter Christian Hlade, dass einer ihrer neuen Slogans „Öffne deinen Horizont“ lautet. FPÖ-Kernwähler „mit zu geringem Horizont“ lehne man als Kunden aber ab.

Graz. Christian Hlade stammt aus Graz und hat 1999 seit Reiseveranstalter-Unternehmen gegründet, mit dem er auf Individualreisende setzt, die gern wandern. In einem Interview mit dem Standard sprach er nun über Massentourismus, die „Gegenwelt“, eine Mindestaufenthaltsdauer für manche Destinationen und darüber, welche Personen er nicht als Kunden haben möchte.

FPÖ-Kernwähler als Kunden unerwünscht

Der Reiseveranstalter ist gerade dabei, das Profil seines Angebots zu schärfen und will bestimmte Kunden abschrecken. Auf die Frage, welche Kunden genau das seien, lautete Hlades Antwort: „Kunden, deren Ansprüche wir nicht erfüllen wollen. Leute etwa, die sich beschweren, dass sie im Riad in Marrakesch ‚den Koffer nicht über die enge Stiege hochgekriegt haben‘. Die uns mit dem Anwalt verfolgen, weil sie sich den Knöchel verstaucht haben. Solche Leute wollen wir nicht“. Er könne sich das leisten, denn sie hätten „Supergäste“. Und wenn so jemand dazukomme, zerstöre er die ganze Reisegruppe. „Einer unserer neuen Slogans lautet ‚Öffne deinen Horizont'“, so Hlade. „Also, ich sag es offen: FPÖ-Kernwähler wollen wir nicht“.

Der Fokus wird daher nun weiter verengt, eben „indem wir FPÖ-Wähler mit zu geringem Horizont ablehnen und zu anstrengende Männer abschrecken, die nur auf hohe Gipfel rennen wollen“. Man wolle dafür mehr Kunden aus Deutschland erreichen.

Sippel: „Wo sind die Menschenrechtler?“

Eine erste Reaktion kommt vom Grazer FPÖ-Klubobmann Armin Sippel. In einem Facebook-Beitrag hält er fest, dass Hlade in besagtem Interview „frei von der Leber weg“ erklärt, dass er FPÖ-Kernwähler als Kunden nicht will. „Kein Aufschrei, keine Empörung. Nichts. Es ist anscheinend mittlerweile völlig normal geworden, eine ganze Gruppe von Menschen, wie in diesem Fall aufgrund einer politischen Einstellung, zu diskriminieren. Wo sind hier die in dieser Stadt so umtriebigen Menschenrechtler?“, fragt Sippel in seinem Beitrag abschließend.

2 Comments

2 Comments

  1. Avatar

    Heimatvertriebener

    7. Oktober 2019 at 12:57

    IS Mörder, Kommunisten, Vergewaltiger, Messerstecher, Drogensüchtige, Pädophile willkommen? Aber sicher.

    Ich empfehle solch traurigen Gestalten Checklisten anzulegen, wo jeder Kunde vorab zu seiner Einstellung befragt wird. Selbstverständlich müssen Auskünfte an Eides statt erfolgen, sonst könnte ja gemogelt werden.

    Da dies in Zweifelsfällen nicht ausreichend sein wird, muss dann zusätzlich eine strenge mündliche Befragung statfinden, welche natürlich zusätzlich zu vergüten ist. Ferner ist auch nachzuforschen, ob der potentielle Kunde breits früher einmal diese Partei gewählt hat. Liegt der Fall mehr als 10 Jahre zurück, so kann vom Ermessenrecht Gebrauch gemacht werden.

    Deutsche Fahrgastanwärter, die sich in unverschämter Art und Weise als Anhänger oder gar Mitglieder der AfD ausgeben, sind umgehend mittels scharfer Hunde vom Gelände zu entfernen.

  2. Avatar

    Zickenschulze

    7. Oktober 2019 at 15:06

    „FPÖ-Kernwähler als Kunden unerwünscht“

    Wie dumm, wenn man nicht zu Ende denken kann. Das gestreute Karma kehrt zurück!

    Wer heute Leute der eigenen Volksgruppe in so einer polemischen wie flachen Art und Weise ausgrenzt, wird bald feststellen, dass morgen seine Kinder zu den ausgegrenzten zählen.

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