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Gesellschaft

Staatsanwalt: Attentäter von Frankreich war Islamist

Joshua Hahn

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Die französischen Behörden hielten zuerst wichtige Informationen zurück. Nun wurde der islamistische Hintergrund des Attentäters bekannt.

Paris. – Jener Angreifer, der in Frankreich vier Polizisten tötete, war offenbar ein Islamist und plante die Tat bewusst. Dies erklärte die Staatsanwaltschaft. Der Täter selbst wurde von der Polizei erschossen.

Attentäter war Mitarbeiter

Der Attentäter war ein Mitarbeiter der Polizeiverwaltung. Nachdem der 45-Jährige mit einem erst kürzlich gekauften Messer am Donnerstag drei Polizisten und eine Polizistin ermordete, wurde von vielen Medien zuerst über einen internen Konflikt spekuliert. Die Staatsanwaltschaft erklärte nun, dass der Täter einer radikalislamischen Salafistenbewegung angehörte. Wie der „Spiegel“ berichtet, konvertierte der Täter vor etwa zehn Jahren zum Islam und soll seitdem Mitglied einer radikalen Strömung sein.

Unmittelbar vor der Tat hat der mutmaßliche Islamist seiner marokkanischen Ehefrau laut mehreren Medienberichten eine SMS mit den Worten „Gott allein wird über Dich richten. Allahu Akbar.“ gesendet. 

Innenminister hielt offenbar Informationen zurück

Der französische Innenminister Castaner hielt bei der Pressekonferenz am Donnerstag offenbar wichtige Informationen zurück. Er erklärte, dass der Täter zuvor nie negativ aufgefallen sei. Wörtlich sagte er, es habe „keinerlei Verhaltensauffälligkeiten“ gegeben. Der konvertierte Islamist soll allerdings neuen Berichten zufolge bereits mehrfach durch radikale Äußerungen aufgefallen sein. Außerdem habe er an seinem Arbeitsplatz Zugang zu sensiblen Daten der Polizei gehabt. 

Die „Welt“ berichtet, dass der spätere islamistische Täter nach dem Attentat 2015 auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“ vor einem anderen Polizisten die Tat gelobt habe. Des Weiteren habe er ein Video eines Imams geteilt, in welchem es verherrlicht wurde, „für den Islam zu sterben“.

Frankreichs Premierminister kündigte an, den Kampf gegen interne Radikalisierungen verstärken zu wollen. Die Aufdeckung habe „höchste Priorität“.

1 Comment

1 Comment

  1. Avatar

    Heimatvertriebener

    6. Oktober 2019 at 20:18

    Das übliche Hinterhergeplärre der Verantwortlichen. Nun wird natürlich radikal ausfgeklärt.

    Wenn Kollegen die kriminelle Einstellung des Mörders nicht weitergemeldet haben, oder diese gar auf dem Dienstweg hängen blieb, muss sich nun niemand wundern.

    Wer weiß auch, was der in seiner Funktion noch für Schaden angerichtet hat. Mit dem Bock als Gärtner geht es noch deutlich schneller abwärts.

    Wo findet nun die Demo der Abwiegler und Gutmenschen statt?

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