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Österreich

Das sind die Reaktionen der FPÖ auf die Wahlschlappe

Stefan Juritz

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Die FPÖ will sich neu aufstellen, um ihre Wähler zurückzugewinnen. Eine erneute Regierungsbeteiligung scheint vorerst ausgeschlossen.

Die Nationalratswahl am gestrigen Sonntag wurde für die FPÖ zu einer bitteren Niederlage. Nach dem Ibiza-Skandal, der zum Ende der türkis-blauen Koalition geführt hatte, sorgte eine kurz vor dem Wahlsonntag aufgekommene Spesen-Affäre rund um Ex-Parteichef Heinz-Christian Strache für riesige Stimmenverluste von bis zu zehn Prozent.

Hofer kündigt Neuaufstellung der FPÖ an

Bei der FPÖ spricht man von einer „ungenierten, tendenziösen, teils sogar bizarren Anti-FPÖ-Kampagnen der Medien“, die für das schlechte Abschneiden verantwortlich sei. FPÖ-Chef Norbert Hofer zeigte sich am Sonntag in einer ersten Reaktion enttäuscht über das Wahlergebnis und kündigte eine Neuaufstellung seiner Partei an. „Es wird eine moderne Partei, lassen Sie sich überraschen“, sagte er vor Journalisten. Er ließ auch durchklingen, dass man sich bei den Freiheitlichen bereits auf die Opposition vorbereite.

FPÖ zurück in die Opposition

Möglichen Koalitionsgesprächen mit der ÖVP erteilte auch der oberösterreichische FPÖ-Chef Manfred Haimbuchner in der ZiB2 eine klare Absage.

Der geschäftsführende FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl sprach sich ebenfalls gegen eine Neuauflage von Türkis-Blau aus. Darüber hinaus wandte er sich auf seiner Facebook-Seite an seine Fans: „Bei guten aber auch bei enttäuschenden Wahlergebnissen gilt: Die Wähler haben immer Recht. Mit dem deutlichen Verlust haben sie uns einen Fingerzeig gegeben, in welche Richtung wir jetzt zu gehen haben. Unsere Aufgabe ist es nun, alle Maßnahmen zu setzen, um die entstandene Verunsicherung rasch zu beseitigen. Nur so können wir das verloren gegangene Vertrauen wiedergewinnen und diejenigen, die uns gewählt haben, in ihrem Zuspruch bestätigen.

Landbauer: „Es gibt nichts schönzureden!“

Auch für FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky zeige das Wahlergebnis, „dass wir einen Neustart machen müssen“. Es gehe jetzt darum, die Wähler wiederzugewinnen, so Vilimsky.

Ähnlich sieht es auch Niederösterreichs FPÖ-Landesparteichef Udo Landbauer, von einem „klare[n] Wahlsignal“ der Wähler sprach. „Es gibt nichts schönzureden! Wir müssen die richtigen Schlüsse daraus ziehen und die beschädigte Marke FPÖ wieder klar als starke und einzige soziale Heimatpartei in diesem Land positionieren. Der Wählerauftrag lautet unmissverständlich auf Neustart“, betont Landbauer in einer Aussendung.

Steiermark vor der Landtagswahl

Angesichts des Wahlergebnisses und der anstehenden Landtagswahl in der Steiermark erklärte der steirische FPÖ-Landesparteiobmann Mario Kunasek wiederum: „Wir werden uns in den nächsten Wochen mit voller Kraft in die entscheidende Phase des steirischen Landtagswahlkampfes werfen und inhaltlich klar Position beziehen, um nicht nur das Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen, sondern auch im Sinne der steirischen Bevölkerung eine starke Vertretung heimischer Interessen im steirischen Landtag sicherzustellen.“

3 Comments

3 Comments

  1. Avatar

    Peter Hofmueller

    30. September 2019 at 11:10

    Die „Ex“ FPÖ Wähler,ca.250.000,die jetzt zu Nichtwählern wurden, wieder zurückgewinnen?Dazu noch die „Ex“ FPÖ Wähler,ca.285.000,die zu „Basti“ wechselten?
    Die Negativ Kampagne gegen die FPÖ, wurde schon nach der Ibiza Video Falle in „fröhliche“ Bahnen gelenkt,punktgenau zur EU Wahl & jetzt mit der „Spesen“ Affäre!Bedenkliche Zeiten werden folgen,mit neuer Einwanderungswelle & „dienen“ für die Großkonzerne,Banken ,Bonzen!

  2. Avatar

    Dietmar

    30. September 2019 at 12:47

    Wieso reden die jetzt so nach der Wahl, dass sie verstanden hätten und nun voller Kraft alles besser machen wollen?! Hättet Ihr vor der Wahl auf die Straße gehört, hättet Ihr Euch 5 Jahre Neuaufbau und uns tägliche Neuansiedler sparen können!
    WO-, WO-, WO- ward Ihr vor der Wahl?!
    Rehabilitiert endlich den Verfasser des Rattengedichts, Strache und bekennt Euch zur IB.

  3. Avatar

    Carolus

    30. September 2019 at 20:38

    Nicht der Ibiza-Skandal hat zum Ende der Koalition geführt, sondern der ungerechtfertigte Rausschmiss Kickls als Innenminister.

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