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Kultur

Die Grazer Innenstadt verwandelte sich zum 18. Mal in ein Trachtenmeer

Monika Šimić

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Jedes Jahr verwandelt sich die Grazer Innenstadt für ein Wochenende lang zum Schauplatz der steirischen Volkskultur.

Graz. Das „Aufsteirern“-Festival lockt jedes Jahr Hundertausend begeisterte Besucher – heuer waren es rund 130.000 Besucher – aus mehreren Bundesländern an und zählt mittlerweile zu den größten volkskulturellen Veranstaltungen Österreichs. Zurückzuführen ist das Fest auf eine Initiative des ehemaligen Landeshauptmann Stellvertreters Leopold Schöggl, der den Volkskulturverbänden und Vereinen der Steiermark, die sich der Pflege von Volksmusik, Volkstanz und Tracht widmen, eine Möglichkeit bieten wollte, sich zu präsentieren. An diesem Wochenende fand das „Aufsteirern“ bereits zum 18. Mal statt.

„Tracht ist Ausdruck unserer Identität“

Der Aspekt der Brauchtumspflege stand auch heuer wieder im Vordergrund der Veranstaltung. Das zeigte sich darin, dass mehr als 250 Ausstellern die Möglichkeit geboten wurde, sich mit hochwertigen steirischen Produkten zu präsentieren. Unter den feierfreudigen Besuchern fanden sich aber auch zahlreiche Politiker. Darunter etwa Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP), der im Innenhof der Grazer Wechselseitigen zum Empfang lud.

Viele Steirer präsentierten am Sonntag ihre schönsten Trachtengewänder

„Das Aufsteirern ist Ausdruck der steirischen Mentalität, wir Steirer arbeiten fleißig, aber wir feiern auch gerne. Die Vielfalt unseres Landes und unserer Volkskultur ist einzigartig. Als Landeshauptmann und als Volkskulturreferent macht es mich stolz zu sehen, mit wie viel Freude die Tracht von Jung und Alt getragen wird, denn unsere Tracht ist Ausdruck unserer Identität, und die darf nicht von Parteien vereinnahmt werden. Das Aufsteirern war auch in diesem Jahr wieder ein großer Erfolg“, so Schützenhöfer. Neben dem Landeshauptmann konnte man auch Politiker wie etwa Mario Kunasek (FPÖ), Mario Eustacchio (FPÖ), Peter Pilz (Liste JETZT), Karoline Edtstadler (ÖVP) sowie Grünen-Spitzenkandidat Werner Kogler in der Grazer Innenstadt antreffen.

Das „Aufsteirern“ macht die Steiermark reicher

Das „Aufsteirern“ hat nicht nur Besuchern ein vielfältiges Programm zu bieten. Es hilft auch, den steirischen Tourismus und damit die Wirtschaft anzukurbeln. Laut Graz Tourismus waren die Hotels während des „Aufsteirern“-Wochenendes etwa ein Drittel stärker gebucht als an einem üblichen Herbst-Wochenende. Der wirtschaftliche Nutzen des Festes wird aber auch von einer Studie belegt, schildert Organisator Markus Lientscher: „Wir haben eine Studie machen lassen und uns dabei drei Jahre als Beobachtungszeitraum angeschaut, und wir haben in der Tat eine Wertschöpfung von 10,4 Millionen Euro, um die die Steiermark reicher ist nach dem Aufsteirern, wenn man so will“.

1 Comment

1 Comment

  1. Avatar

    Zickenschulze

    17. September 2019 at 3:48

    „Tracht ist Ausdruck unserer Identität”

    Zweimal im Jahr getragen und wie oft gelebt?
    Folklore kann keine Identität ersetzen.

    Schön und gut, unterm Strich aber leider auf derselben Stufe zu einem faulen Zauber.

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