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Deutschland

Seehofer: „Das wird unsere Migrationspolitik nicht überfordern“

Monika Šimić

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Die deutsche Regierung will künftig jeden vierten Migrant aufnehmen, der in Italien ankommt, erklärte Seehofer.

Berlin. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung (Samstag-Ausgabe) erklärte der deutsche Innenminister Horst Seehofer (CSU), dass die deutsche Regierung in Zukunft jeden vierten Migrant aufnehmen wolle, der in Italien ankommt. „Ich habe immer gesagt, unsere Migrationspolitik ist auch human. Wir werden niemanden ertrinken lassen“. Wenn alles bleibe wie besprochen, „können wir 25 Prozent der aus Seenot geretteten Menschen übernehmen, die vor Italien auftauchen. Das wird unsere Migrationspolitik nicht überfordern.“

Schlüssel bleibt gleich

Die Bundesregierung habe auch bisher schon rund ein Viertel der gelandeten Migranten aus Italien übernommen. „An diesem Schlüssel ändert sich nichts“. Es sei aber höchste Zeit, sich von dem „quälenden Prozedere“ zu verabschieden, bei dem in den vergangenen Jahren bei jedem einlaufenden NGO-Schiff Migranten einzeln über Europa verteilt werden mussten. Wie der ORF berichtet, kamen laut Bundesinnenministerium in den vergangenen zwölf Monaten 561 Menschen über Italien nach Deutschland.

Treffen in Malta Ende September

Am 23. September hat Malta Vertreter Deutschlands, Frankreichs, Italiens, des EU-Ratsvorsitzenden Finnland sowie der EU-Kommission in die maltesische Stadt Vittoriosa eingeladen, um eine vorläufige Quotenregelung zu finden. Es könnte also bald Fortschritte auf der Suche nach einer Lösung zur Umverteilung von Bootsmigranten innerhalb der EU geben. Den Vorschlag will man dann im Oktober dem Europäischen Rat vorlegen.

„Die Erwartung ist, dass weitere Staaten sich anschließen“, sagte Seehofer. Italien und Malta hatten zuletzt immer wieder Schiffen mit Migranten an Bord die Einfahrt in ihre Häfen untersagt.

4 Comments

4 Comments

  1. Avatar

    Kai

    14. September 2019 at 11:00

    Widerlich, wie diese Herrschaften unbeirrt weiter machen mit ihrer „Migrationspolitik“, die obszön nach replacement migration riecht, ungeachtet dessen, dass diese angebliche Seenotrettung nichts weiter als Schlepperei ist. Es scheint völlig gleichgültig zu sein, wen das Volk in einer repräsentativen Demokratie wählt, das Ergebnis ist immer der Wille der UN, die zu 57 Staaten aus islamischen Ländern besteht.

  2. Avatar

    Andreas Seidel

    14. September 2019 at 11:17

    Dieser Seehofer ist auch wie eine Fahne im Wind. Früher als bayrischer Ministerpräsident schwadronierte er noch von der Beugung des Rechts und lies keine Gelegenheit aus die Asylpolitik der Kanzlerin zu kritisieren und heute ist er das Sprachrohr der Migrationspolitik von Merkel. Vom Bayrischen Löwen zu Merkels Bettvorleger.

  3. Avatar

    Peter Hofmueller

    14. September 2019 at 12:30

    Täglich „landen“ in Griechenland fast 600 „Flüchtlinge“!
    „Drehofer“ wieder völlig „in Laune“!“Nur“ Drehofer?

  4. Avatar

    Heimatvertriebener

    15. September 2019 at 15:20

    Wider die alte Vernebelungstaktik. Natürlich könnten wir die paar Leute von den Äppelkähnen der ach so großherzigen Schlepper aufnehmen. Aber bitte nur mit gültigen Papieren und Überprüfung des Asylrechts. Für alle anderen die Rückfahrt organisieren. Meinetwegen auch per Flugzeug.

    Das eigentliche Massenproblem ist doch nach wie vor die monatliche Ankunft der Anzahl Bewohner einer mittleren Kleinstadt, die das Zauberwort ausspricht. Wie viel es wirklich sind, die täglich kommen, erfahren wir sowieso nicht. In meiner Kreisstadt habe ich alle paar Wochen das Gefühl, es werden dort immer mehr. Man muss kein professioneller Schwarzseher sein, um schwarz für unsere Zukunft zu sehen.

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