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Deutschland

Nach Wahlerfolgen im Osten: CDU-Altmaier sieht Zenit der AfD erreicht

Joshua Hahn

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Im Interview mit der „Funke-Mediengruppe“ sagte der Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), dass die Alternative für Deutschland (AfD) seiner Meinung nach ihren Zenit erreicht haben könnte.

Berlin. – Altmaier ist der Ansicht, dass der Höhenflug der AfD nicht von Dauer ist. Der deutsche Wirtschaftsminister glaubt dies trotz derer sehr guten Wahlergebnisse in Sachsen und Brandenburg. In beiden Fällen konnte sie ihre Wählergunst mehr als verdoppeln, belegte jeweils den souveränen zweiten Platz.

Altmaier: Gibt „auch andere Koalitionspartner“

Dennoch glaubt er, dass es für die AfD wenig Spielraum nach oben gäbe. Wörtlich sagte er: „Wir sehen schon länger, dass die AfD eher stagniert.“ Deswegen könne es gut sein, dass die Partei den „Zenit ihres Wirkens“ erreicht habe. Trotzdem sieht er einen Handlungsbedarf, wenn bundesweit ein Viertel der Wähler entweder die AfD oder die Linkspartei wählen würden. Die Bürger fühlten sich von der Politik „nicht abgeholt“.

Weiters gab er zu Protokoll, dass es trotz der enormen Gewinne der Partei auch Koalitionspartner abseits der AfD gäbe. Sowohl in Sachsen als auch in Brandenburg könnte es nun zur Bildung einer sogenannten „Kenia-Koalition“ aus CDU, SPD und Grünen kommen, in der Mark hätte allerdings auch eine Dreiervariante mit der Linken, aber ohne Union, eine Mehrheit.

Keine Bedrohung für deutsche Wirtschaft

Außerdem sieht er die deutsche Wirtschaft angesichts der Ergebnisse nicht bedroht. Wie die „Welt“ berichtet, profitiere diese Altmaier zufolge derzeit vor allem von der „herausragenden politischen Stabilität“. Eine solche hätte seiner Meinung nach nur dann bestanden, wenn die AfD zur stärksten Kraft geworden wäre.

Das Erstarken der Partei hätte ausländische Wirtschaftspartner nämlich verunsichert: „Auch der Aufstieg der AfD wird von ausländischen Investoren genau beobachtet.“ Eine ähnliche Ansicht, wonach gute Ergebnisse der AfD den Wirtschaftsstandort bedrohen würden, vertrat im August bereits Dieter Kempf, Chef des deutschen Industrieverbandes BDI.

Sachsen: CDU-Ergebnis als „großer Erfolg“

In Sachsen konnte die AfD am vergangenen Sonntag mit 27,5 Prozent das beste Wahlergebnis seit der Parteigründung verzeichnen. Die CDU, seit 1990 immer mit Abstand stärkste Partei im Freistaat, verzeichnete hingegen mit 32,1 Prozent einen historischen Tiefstand im Bundesland. Trotzdem bezeichnete der Wirtschaftsminister das von massiven Verlusten geprägte Wahlergebnis der Christdemokraten in einem Tweet als „großen Erfolg“.

5 Comments

5 Comments

  1. Avatar

    Rainer Seifert

    4. September 2019 at 15:53

    Jaja, was soll er auch sonst noch sagen? Nimmt den Kanzlerinflüsterer überhaupt noch jemand ernst?

    Dem Standort Deutschland, besonders Sachsen, haben allein die Lügen über angebliche Chemnitzer Hetzjagden und Ausschreitungen geschadet. Und zwar von höchsten Regierungsstellen. Das wollen wir mal festhalten.

    Und dies trotz gegenteiliger Aussagen vom Präsidenten des Verfassungsschutzes, des sächsischen Verfassungsschutzes, der Chemnitzer Polizei und der Zeitung „Chemnitzer neue Nachrichten.“

    • Avatar

      Rainer Seifert

      4. September 2019 at 17:49

      Kleines Missgeschick. „Freie Presse“ heißt die in Chemnitz erscheinende Zeitung. Das sind aber nur pea nuts gegenüber den echten, über das Chemnitzer Gechehen verbreiteten, fake news.

  2. Avatar

    Klasube

    4. September 2019 at 16:06

    Wörtlich sagte er (Altmaier): „Wir sehen schon länger, dass die AfD eher stagniert.“
    Ach der gute Herr Altmaier – wo der immer hinguckt…? (Wenn Mutti ihn läßt!)
    Gottseidank, in diesem Fall, hat er da eine komplett eingetrübte Sicht. Vor allem sieht er mal wieder den riesengroßen rosaroten Elephanten nicht, der mitten im Raum steht und über den niemand, aber auch wirklich niemand angesichts der Wahlergebnisse reden mag – innere Sicherheit und Migrationspolitik…!

  3. Avatar

    Andreas Seidel

    5. September 2019 at 10:51

    Je mehr die CDU nach links rutscht und Bündnisse mit linken Parteien nur noch eingeht, um die AfD von Regierungen fern zu halten, desto mehr wird die AfD davon profitieren.

  4. Avatar

    Helmut

    12. September 2019 at 20:11

    Der ist falsch und verlogen, wie sein Kollege Maas.

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