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Gesellschaft

Nach Anschlag auf FPÖ-Zentrale: Verdächtiger bestreitet Tat

Monika Šimić

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Der Verdächtige gibt an, „dass er weder am Ort des Geschehens war noch die Tat begangen hat“, wie sein Anwalt nun den Medien mitteilte.

St. Pölten. Mitte August kam es in der Purkersdorfer Straße in St. Pölten zu einem Anschlag auf die FPÖ-Parteizentrale. Ende August konnte ein subsidiär schutzberechtigter Afghane aufgrund seiner Verletzungen überführt und festgenommen werden (Die Tagesstimme berichtete). Nun bestreitet der Verdächtige seine Tat aber. Sein Anwalt nahm laut ORF erstmals in den Medien dazu Stellung und legte Beschwerde gegen die U-Haft ein.

Fahndung nach drei weiteren Personen läuft

„Ich habe mit ihm gesprochen, und er ist sehr überrascht und erschüttert, dass er jetzt schon seit geraumer Zeit in Untersuchungshaft sitzt, obwohl er selbst sagt, dass er weder am Ort des Geschehens war noch die Tat begangen hat“, sagte Anwalt Martin Engelbrecht gegenüber noe.ORF.at. Konkret steht der Beschuldigte in Verdacht, gemeinsam mit weiteren Komplizen die Landesgeschäftsstelle der FPÖ in der Nacht auf den 12. August mit Molotowcocktails beworfen zu haben.

Die Polizei hielt sich am Dienstagabend zu den Ermittlungen noch bedeckt, es werden derzeit noch Spuren ausgewertet. Es wird allerdings nach drei weiteren Personen gefahndet. Auf dem Überwachungsvideo, das die Tat zeigt, waren vier Personen zu erkennen. Der Anwalt beteuert, dass sein Mandat auf alle Fälle nicht bei dem Brandanschlag dabei gewesen sei.

Anwalt legt Beschwerde ein

Die Brandwunden, die schließlich zur Verhaftung des Verdächtigen führten, seien zu einem anderen Zeitpunkt entstanden, sagte der Anwalt. „Er erklärt seine Verletzungen auch mir gegenüber, dass es etwas Älteres ist und nichts mit dem Vorfall zu tun hat“. Sein Mandant sei auf dem Video außerdem nicht zu erkennen. „Man erkennt keine Gesichtszüge oder äußerliche Merkmale, die auf eine Person hindeuten“, so Engelbrecht. Der Anwalt brachte nun Beschwerde gegen die Verlängerung der Untersuchungshaft beim Oberlandesgericht ein.

2 Comments

2 Comments

  1. Avatar

    Rainer Seifert

    4. September 2019 at 15:04

    Das waren sicher noch alte Verbrennungen, die beim Anzünden der Kerzen am Weihnachtsbaum entstanden sind. Es ist doch logisch, dass der Schutzsuchende sich damit noch nicht so gut auskannte und somit ein erhöhtes Risiko bestand.

  2. Avatar

    Rainer Seifert

    4. September 2019 at 15:11

    Sei Anwalt kann übrigens gar nichts beteuern, weil er das ncht wissen kann. Beteuern kann mal als unschuldig Verdächtigter wahrheitsgemäß oder als Täter mit Lügen nur was man selber erlebt hat.

    Nun wird der arme Kerl aber sicher erklären müssen, woher die Wunden wirklich stammen. Beim heutigen Stand der Kriminaltechnik bin ich mir verdammt sicher, dass man ihm allein schon wegen Rückständen des mörderischen Brandmaterials genau die Tat nachweisen kann.

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