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Mittelmeer-NGO fordert Zuweisung eines Hafens für „Mare Jonio“

Monika Šimić

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Aktuell warten die „Mare Jonio“, die „Alan Kurdi“ und die „Eleonore“ darauf, einen sicheren Hafen anlaufen zu dürfen. Italien hatte allen drei Schiffen die Einfahrt verweigert.

Rom. Vor der Insel Lampedusa wartet das Schiff „Mare Jonio“ der italienischen NGO Mediterranea Saving Humans (MSH) auf die Zuweisung eines Hafens. An Bord befinden sich 34 Migranten.

NGO richtet Appell an Regierung

Erst heute richtete die NGO erneut einen Appell an die Regierung, die Menschen von Bord gehen zu lassen. „Wir sind wegen der psychischen Lage der Überlebenden – 28 Männer und sechs Frauen – an Bord immer mehr besorgt. Wie lang können sie inmitten des Meeres noch ausharren? Sie haben bereits die Hölle erlebt“, so Cecilia Sarti Strada, Sprecherin der NGO. Die Menschen hätten unter anderem auch Narben von Folterungen in libyschen Internierungslagern, wie der ORF berichtet.

Lage an Bord laut NGO „prekär“

Bereits gestern Nacht waren 64 Menschen von der „Mare Jonio“ und in Lampedusa an Land gebracht worden. Frauen, Kranke und unbegleitete Minderjährige erhielten vom italienischen Innenministerium die Genehmigung, von Bord zu gehen. Die Organisation fordert, dass nun auch die verbliebenen Migranten schnellstmöglichst an Land gebracht werden müssten. Die Situation an Bord sei prekär. Man befürchte einen hygienischen Notstand wegen Wasserknappheit.

„Alan Kurdi“ nahm erneut Migranten auf

Das deutsche NGO-Schiff „Alan Kurdi“ nahm indes erneut Menschen im Mittelmeer auf. Ein überladenes Holzboot aus Tunesien, das mit 13 Menschen auf dem Weg zur italienischen Insel Lampedusa gewesen sein soll, sei entdeckt worden, sagte Gorden Isler, Sprecher der Regensburger Organisation Sea-Eye. Das Boot sei in einem schlechten Zustand gewesen. „Es wäre verantwortungslos gewesen, die Menschen in dieser Situation zu belassen.“ Weil die Aufnahme in maltesischen Gewässern stattgefunden habe, sei Malta für die Koordinierung zuständig, so Isler. Das Schiff würde nun aber Richtung Lampedusa fahren, weil die Insel der nächste sichere Ort sei.

Damit warten nun drei NGO-Schiffe auf dem Mittelmeer darauf, einen sicheren Hafen anlaufen zu dürfen. Neben der „Alan Kurdi“ und der „Mare Jonio“ betrifft das auch die „Eleonore“ des deutschen Kapitäns Claus-Peter Reisch mit 100 Migranten an Bord. Italien hatte allen drei Schiffen die Einfahrt verweigert.

1 Comment

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  1. Avatar

    Rainer Seifert

    1. September 2019 at 14:47

    Wer „rettet“ denn nun die nächsten aus den Nussschalen? Oder kriegen die Landschlepper erst wieder ein Signal, wenn die Seeschlepper aufnahmebereit sind? Wäre ja menschlich und vor allem wirtschaftlich verständlich.

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